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12. August 2011, 14:25 Uhr

Polizei entdeckt Kinderleichen in ausgebranntem Auto

Grausamer Fund am Rande einer brandenburgischen Landstraße: In einem ausgebrannten Auto hat die Polizei zwei tote Kinder entdeckt. Passanten hatten die Beamten alarmiert, weil ein schwer verletzter Mann an der Straße stand.

Zwei tote Kinder sind in Brandenburg in einem ausgebrannten Auto gefunden worden. Polizeibeamte hatten am frühen Freitagmorgen in einem Waldstück nahe der Ortschaft Börnicke (Landkreis Barnim) das Fahrzeug mit den beiden Leichen entdeckt, wie das Polizeipräsidium Potsdam mitteilte.

Autofahrer hatten die Polizei informiert, weil sie gegen vier Uhr früh einen Mann mit schweren Brandverletzungen bemerkt hatten. In der Nähe stießen die Beamten dann auf das ausgebrannte Auto mit den toten Kindern. Der verletzte Mann sei mit einem Rettungshubschrauber in ein Berliner Krankenhaus geflogen worden, so ein Polizeisprecher.

Ob Unfall oder Verbrechen - vollkommen unklar

Ob es sich um ein Verbrechen oder einen Unfall handelt, ist noch unklar. "Wir tappen völlig im Dunkeln", hieß es bei der Polizei. Der Fundort, ein Waldstück an der Bundesstraße 273, wurde weiträumig abgesperrt. Auch das Fahrzeug mit den beiden Kinderleichen blieb zur Spurensicherung zunächst am Ort. Laut der in Berlin erscheinenden Zeitung "B.Z." soll der Kompaktwagen aus Dänemark stammen. Kurz vor Mittag verließ ein Leichenwagen das Waldstück. Für den Nachmittag kündigten die Potsdamer Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium eine gemeinsame Erklärung an.

Vor fast genau zwei Jahren hatte ein ähnlicher Fall im brandenburgischen Schönefeld für Entsetzen gesorgt. Dort wurden am 24. August 2009 eine Mutter und ihre drei Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren tot in einem ausgebrannten Auto entdeckt. Die Ermittler gingen damals von einem erweiterten Suizid der Mutter aus.

swd/DPA/AFP
 
 
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