Der Traum vom Tanzen verbindet viele junge Mädchen. Das Projekt "Ballet de Santa Teresa" in Rio de Janeiro ermöglicht Kindern aus den Favelas Schritte in Spitzenschuhen und Ballettröckchen.
Egal, wo in der Welt sie aufwachsen. Egal, in welchen Verhältnissen sie aufwachsen - viele Mädchen haben einen Traum: Sie wollen tanzen, eine Primaballerina werden. Für Kinder aus den Favelas von Rio de Janeiro ist dieser Traum jedoch unerschwinglich. Ihre Eltern können sich weder die teuren Ballettstunden noch die Ausrüstung leisten. Zum Glück gibt es das Projekt "Ballet de Santa Teresa".
Bis zu 100 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 3,5 und 18 Jahren besuchen die Ballettschule in Rios Stadtteil Santa Teresa. Fast alle kommen aus benachteiligten Familien, nur wenige aus wohlhabenderen Stadtteilen. Beim Unterricht spielt das jedoch keine Rolle mehr, hier verschwimmen die Grenzen zwischen Arm und Reich. Die Tanzstunden sind kostenlos, neben dem klassischen Ballett wird auch moderner Tanz angeboten, Sport und Englisch. Spendengelder finanzieren Kostüme, An- und Abfahrt zur Schule sowie Aufführungen. Ehrenamtliche und Freiwillige unterrichten die Mädchen und Jungen. Das Ziel der Ballettschule ist es, die Freizeit der Kinder zu strukturieren, ihnen einen sozialen Rahmen zu geben und die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten auszuleben.
Und natürlich auch: Die Mädchen dürfen sich zumindest für einen Nachmittag wie eine Prinzessin herausputzen. Mit rot geschminkten Lippen und einer kleinen Krone im streng zurückgekämmten Haar - nur das maliziöse Lächeln fehlt noch.