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Ärzte tricksen Stechuhr mit Kunstfingern aus

Faulheit macht erfinderisch: Um nicht zur Arbeit zu müssen, haben brasilianische Mediziner Silikonfinger mit ihren Abdrücken entwickelt und die Stechuhr manipuliert. Der Betrug zog weite Kreise.

  Fingerabdrücke lügen nicht. Dumm nur, wenn das unverwechselbare Merkmal auf einen Silikonfinger kopiert wurde.

Fingerabdrücke lügen nicht. Dumm nur, wenn das unverwechselbare Merkmal auf einen Silikonfinger kopiert wurde.

Brasilianische Ärzte haben sich künstliche Silikon-Finger gebastelt, um sich an der biometrischen Stechuhr zur Arbeit melden zu können, während sie in Wirklichkeit daheim auf dem Sofa saßen. Der Fernsehsender "Globo" zeigte Videoaufnahmen davon, wie sich eine Ärztin mit ihrem Fingerabdruck an der Stechuhr anmeldete. Anschließend zückte sie zwei Silikon-Fingerspitzen, um abwesende Kollegen ebenfalls zum Arbeitsantritt zu registrieren.

Die betroffene Medizinerin des Krankenhaus von Ferraz de Vasconcelos im Großraum São Paulo sagte im Polizeiverhör, sechs weitere Ärzte seien an dem Arbeitszeit-Betrug beteiligt. Laut Fernsehberichten hatte sich der Leiter der Notaufnahme die Masche ausgedacht.

Seine ebenfalls in dem Krankenhaus angestellte Tochter habe auf diese Weise in den vergangenen drei Tagen nicht einen Tag gearbeitet, sei aber die ganze Zeit bezahlt worden. Nach Angaben der Stadtverwaltung waren in dem Krankenhaus bis zu 300 Menschen beschäftigt, von denen lediglich künstliche Finger existieren.

mlr/AFP/AFP

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