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25. November 2008, 19:19 Uhr

Mindestens 72 Menschen sterben nach Unwetter

Bei schweren Unwettern sind im Süden Brasiliens mindestens 72 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als 30 Menschen werden noch vermisst. Sintflutartige Regenfälle hatten im Staat Santa Catarina Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Die Pegel der Flüsse stiegen bis zu neun Meter über dem normalen Wasserstand.

Brasilien, Tote, Unwetter, Überschwemmungen, Erdrutsche

Ein Blick auf die völlig überflutete Stadt Ilhota. Hier fielen 15 Menschen dem Hochwasser zum Opfer© Neiva Daltrozo/Reuters

Nach schweren Unwettern im Süden Brasiliens ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 72 angestiegen. Bis zu 30 weitere Personen galten am Dienstag noch als vermisst, wie der Zivilschutz mitteilte.

Anhaltend starker Regen hatte am Wochenende im brasilianischen Staat Santa Catarina Flüsse über die Ufer treten lassen und Erdrutsche ausgelöst. Acht Städte und Gemeinden waren von der Außenwelt abgeschnitten, Schutt und Geröll blockierten zahlreiche Hauptstraßen.

Nach Behördenangaben waren 1,5 Millionen Menschen von den Folgen des Unwetters betroffen, etwa 52.000 mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Allein in der Stadt Ilhota, die am Fluss Itajai liegt, fielen 15 Menschen dem Hochwasser zum Opfer. Der Pegel des Itajai stieg wegen der heftigen Regenfälle um neun Meter über seinen Normalstand.

Besonders betroffen war auch die knapp 300.000 Einwohner zählende Stadt Blumenau. Hier kamen bei Erdrutschen mindestens 13 Menschen ums Leben, 15 weitere wurden schwer verletzt. Mehr als die Hälfte der Haushalte hatten keinen Strom. Blumenau war im 19. Jahrhundert von deutschen Einwanderern gegründet worden. Die für ihr Oktoberfest bekannte Stadt ist ein beliebtes Touristenziel.

Überschwemmungen in Brasilien
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AP
 
 
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