Fahrer rettet kleinen Hund vor Müllpresse

5. Juli 2012, 11:32 Uhr

Hätte der Fahrer des Müllwagens kein Geräusch gehört, wäre der Hund im Schredder gelandet. Der ausgesetzte Vierbeiner erholt sich in einer Tierklinik. Dem grausamen Besitzer droht eine hohe Strafe.

Ab in den Urlaub, heißt es jetzt für viele. Doch nicht nur die Autobahnen füllen sich, sondern auch die Tierheime – rund 70.000 Haustiere werden jedes Jahr zu Beginn der Sommerferien in Deutschland ausgesetzt. mehr...

„Arco“ hat man in Hamburg-Wilhelmsburg gefunden. Jetzt wartet er im Tierheim auf neue Besitzer.

O-Ton: Katharina Woytalewicz, Tierheimleiterin „Hamburger Tierschutzverein e.V.“

„Das ist also ein Mittel alter Hund, ungefähr fünf, sechs Jahre alt, aber die Ursache, warum er ausgesetzt wurde, wissen wir nicht. Man hat als Tierheim immer den Verdacht, dass das mit dem Urlaub zusammenhängt, mit den Ferien in Hamburg.“

In der Hansestadt werden mehr Katzen als Hunde ausgesetzt, da hier für Katzen keine Kennzeichnungspflicht mit eingepflanzten Mikrochips besteht. Aber auch kleine Tiere sind betroffen, darunter Schildkröten und zahlreiche Kaninchen. Das Aussetzen von Tieren kann hohe Geldstrafen zur Folge haben. Außerdem gibt es Alternativen – ob nun Haustierpensionen oder die Initiative des Deutschen Tierschutzbundes: „Nimmst du mein Tier, nehm ich dein Tier.“

O-Ton: Katharina Woytalewicz, Tierheimleiterin „Hamburger Tierschutzverein e.V.“

„Das heißt, dass man versucht, einen anderen Tierhalter zu finden oder dass man vermittelt wird. Der eine sagt, ich nehm dein Tier, wenn du in Urlaub fährst, und du versorgst mein Tier, wenn ich in Urlaub fahre. Das kann Hunde betreffen, kann aber ebenso das Aquarium sein oder das Kaninchen.“

Die beste Lösung: Alles genau durchdenken – und das nicht erst kurz vor dem Sommerurlaub, sondern bevor man sich ein Haustier anschafft. Schließen