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Rennbahnweg, Strasshof, Währing: Drei unscheinbare Ecken in und um Wien. Für Natascha Kampusch Ort ihrer Kindheit, Adresse ihres Entführers und die Wohnung ihres Neuanfangs. stern.de besuchte die Orte, die ihr Leben prägen.
Acht Jahre hat Brigitta Sirny-Kampusch um ihre Tochter gebangt, bis Natascha vor knapp zwölf Monaten die spektakuläre Flucht gelang. In "Verzweifelte Jahre" beschreibt die Mutter nun die Zeit, in der ihre Tochter verschwunden war. Bei der Buchvorstellung sprach sie auch über das Mutter-Tochter-Verhältnis heute.
Heute vor einem Jahr entkam Natascha Kampusch ihrem Entführer. Für die 19-Jährige ist der 23. August wie ein zweiter Geburtstag. Doch genießen kann sie ihn wohl kaum. Denn rechtzeitig zum Jahrestag hat ihr Vater einen bitterbösen Brief geschrieben. Es geht um Geld, Alkohol und elterliche Liebe.
Natascha Kampusch versuchte, ihr öffentliches Bild zu kontrollieren. Doch viele Fragen blieben offen, die Neugier der Menschen ungestillt. Ihr Weg ins Alltagsleben wird immer schwerer.
Im österreichischen Gleisdorf trägt sich derzeit ein absurder Prozess zu: Der ehemalige Amtsrichter Marin Wabl möchte weiterhin behaupten dürfen, Natascha Kampuschs Mutter Brigitta Sirny stecke hinter deren Entführung.
3096 Tage war sie im Kellerverlies gefangen: Für eine ARD-Dokumentation kehrte Natascha Kampusch in das Haus ihres Entführers Wolfgang Priklopil zurück. Aus nachgespielten Szenen und Interviewsequenzen wird der Kriminalfall rekonstruiert. Doch viele Fragen bleiben unbeantwortet.
Bei der Suche nach möglichen Mittätern im österreichischen Entführungsfall Natascha Kampusch führt nun auch eine Spur nach Deutschland. Deutsche Behörden hätten am Wochenende in Baden-Württemberg das Haus eines mutmaßlichen Zeugen durchsucht, sagte der ermittelnde Grazer Oberstaatsanwalt Thomas Mühlbacher am Montag.
Natascha Kampusch hat in einem Zivilprozess wegen ihrer eigenen Entführung ausgesagt. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit äußerte sich die 20-Jährige zu den Vorwürfen des Ex-Richters Martin Wabl. Der behauptet, Nataschas Mutter sei an der Entführung ihrer Tochter beteiligt gewesen.
Er kennt Natascha Kampusch wie kaum ein Zweiter: Der ORF-Journalist Christoph Feurstein trifft das Entführungsopfer regelmäßig. Ein Jahr nach dem Ende ihrer Gefangenschaft berichtet Feurstein im stern.de-Interview, wie Natascha versucht, ins wirkliche Leben zurückzufinden.
Die Details der acht Jahre dauernden Entführung von Natascha Kampusch schockieren die Menschen auch außerhalb Österreichs. Den sexuellen Missbrauch hat das Mädchen womöglich gar nicht als solchen empfunden.
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