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29. November 2011, 08:00 Uhr

Zahl der Todesopfer steigt weiter

Augenzeugen berichteten von einem lauten Krach, als die 720 Meter lange Brücke über den Mahakam zusammenbrach. Mindestens achtzehn Menschen kamen bei dem Unglück im indonesischen Teil Borneos ums Leben - Dutzende werden noch vermisst

Nach einem Brückeneinsturz im indonesischen Teil der Insel Borneo ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens achtzehn gestiegen. Schwimmkräne und Taucher waren am Dienstag im Einsatz, um die Trümmer der Brücke zu beseitigen und weitere Opfer aus dem Fluss zu bergen. Nach Behördenangaben wurden bei dem Unglück 39 Menschen verletzt. Dutzende Menschen wurden zudem noch immer vermisst.

Die knapp 720 Meter lange Brücke über den Mahakam-Fluss - eine verkleinerte Kopie der Golden Gate Bridge in San Francisco - war am Samstag zusammengebrochen. Ein Bus sowie zahlreiche Autos und Motorräder stürzten in die Tiefe. Überlebende seien zu den Ufern des breiten Mahakam Flusses geschwommen und hätten panisch geschrien, während andere unter den Trümmern eingeklemmt wurden, berichten Augenzeugen.

Die Unglücksursache war zunächst unklar. Bauminister Djoko Kirmanto sagte der Zeitung "Jakarta Post", das erst 2002 gebaute Bauwerk sei beschädigt gewesen, nachdem es in der Vergangenheit mehrfach von Schiffen gerammt worden sei. Präsident Susilo Bambang Yudhoyono ordnete eine Untersuchung der Unfallursache an.

Zum Zeitpunkt des Unglücks wurden an der Brücke Reparaturarbeiten erledigt, sagte Sutopo Nugoroho, ein Sprecher der indonesischen Behörde für Katastrophenmanagement. "Es geschah so schnell, es dauerte nur etwa 30 Sekunden", sagte er. Ein Sprecher der Katastrophenhilfe gab an, dass möglicherweise ein Stahlkabel riss, als Bauarbeiter daran arbeiteten. "Das könnte den Einsturz verursacht haben", sagte er. Unter den Vermissten sollen auch sechs Arbeiter sein.

cjf/AFP/DPA
 
 
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