Schulen im Süden am besten

22. Juni 2010, 17:41 Uhr

In Sachen Schulbildung bleibt es beim Süd-Nord-Gefälle. Beim Länder-Schulleistungsvergleich, dem Nachfolger der bekannten Pisa-Tests, landen Bayern und Baden-Württemberg erneut an der Spitze. Schlusslicht in fast allen Disziplinen: Bremen.

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Konzentration im Klassenzimmer: Schulen aus Bayern und Baden-Württemberg landen beim Pisa-Nachfolge-Test vorn©

Die Schüler im Süden Deutschlands haben bei dem neuen Länder-Schulleistungsvergleich am besten abgeschnitten. Klare Sieger sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg. Aber auch Sachsen und Rheinland-Pfalz konnten sich in der Spitzengruppe platzieren. Zum Teil gilt dies auch für Hessen. Schlusslicht in fast allen Disziplinen ist Bremen.

Die Untersuchung, die erstmals auf Basis der neuen bundesweiten Bildungsstandards durchgeführt wurde, löst den bisherigen Pisa-Bundesländer-Vergleich ab. Die Ergebnisse werden an diesem Mittwoch von der Kultusministerkonferenz in Berlin veröffentlicht. Getestet wurden die Leistungen von 41.000 Schülern der 9. Klasse in Deutsch und Englisch. 1500 Schulen nahmen teil.

Lernfortschritt von über einem Schuljahr

Wie schon bei früheren Pisa-Vergleichen stellten die Forscher vom Berliner Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) ein großes Leistungsgefälle zwischen dem Norden und dem Süden der Bundesrepublik fest. Beim Leseverständnis im Fach Deutsch - der wichtigsten Schlüsselkompetenz für das Lernen - hatten bayerische Schüler gegenüber Gleichaltrigen aus Bremen im Schnitt einen Wissensfortschritt von über einem Schuljahr. Beim mündlichen Textverständnis betrug der Abstand sogar fast eineinhalb Jahre.

Erneut belegt der Test auch die hohe Abhängigkeit von sozialer Herkunft und Bildungserfolg. Sowohl in Deutsch als auch in der ersten Fremdsprache Englisch wurden Lesen und Zuhören getestet. In Deutsch wurden zudem die Kenntnisse in Orthografie untersucht.

DPA
 
 
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KOMMENTARE (10 von 15)
 
giangastone (23.06.2010, 06:38 Uhr)
Zurück in die Zukunft
Never touch a running system. Viele Reform-Träume der 70ern aufwärts sind ausgeträumt. ...und nach dem Reförmchen der Reform der Reform sollte man einige Uhren wieder mutig zurückstellen. Eltern halten sowieso nix von G8-Spielereien und mehr...
Prologo (22.06.2010, 22:33 Uhr)
Natürlich ist der Einsatz der Eltern für den Erfolg der Bildung,....

....der Kinder hauptverantwortlich, aber.....

....die Eltern eines Kindes, die in einer Familie, wo der Vater für zwei Geringverdienerjobs Schicht arbeiten muss, und die Mutter bei Schlecker sich den Hintern aufreißt,...

....und deren Kind kann eben nicht die erforderliche Zuwendung für eine Erfolgreiche Bildung bekommen, oder...??

Deshalb spielt die wirtschaftlich - , sozialgesicherte Ausgangslage mit eine fordergründige wesentliche Rolle dabei.

MfG,
T.
Kroko (22.06.2010, 22:10 Uhr)
@mamaundlocke0815
Volltreffer
Gruss
mamaundlocke0815 (22.06.2010, 22:01 Uhr)
Bildung
Es ist mir zu einfach, die Misere nur auf den HIntergrund "arm" und "reich" zu schieben.
Ich bin der Meinung, dass es damit zu tun hat, inwiefern die Eltern Interesse an der Zukunft und den Möglichkeiten der Kinder zeigen.
wenn ich aber die Verantwortung immer den anderen zuschiebe, und mich vor meiner eigenen Verantwortung drücke, wird sich nicht viel ändern. Bitte daran denken "Erziehung ist noch immer Augabe der Eltern."
Dann und nur dann, wenn die Eöltern das nötige Interesse aufbringen, werden sich solche Ergebnisse ändern. Schule ist immer auf die Mithilfe der Eltern angewiesen.
tannebaum (22.06.2010, 21:36 Uhr)
@prologo
raus aus der staatsversorgung, rein in die selbstverantwortung... wer was machen muss und sich nicht auf andere verlässt, der wird auch aktiv. werfe mal einen ins waaer. der wartet nicht auf hilfe, der fängt an zu schwimmen.

das war so seit menschen gedenken, aber seit 40 jahren will und muss keiner mehr.

wer mehr verlangt, südliche länder, der erreicht auch mehr. komisch nicht?
Prologo (22.06.2010, 20:49 Uhr)
@Tannebaum, Da stellt sich doch die Frage,....

.....was soll man denn mit der Klientel, Migranten, Verwahrlosten, Aggressiven und steigenden Hartzern dann tun,....

.....damit unsere braven und gut situierten Kinder noch in eine normale Schule gehen können, und nicht dauernd verprügelt werden...?

Bitte um Vorschläge !

MfG,
T.
tannebaum (22.06.2010, 20:33 Uhr)
@prologo
unsinn. berlin hat auch viele reiche. das problem ist hier: zu viele migranten mit zu wenig bildung. dazu ein hartzIV-anteil, der zunimmt, aber wo eltern sich nicht kümmern.

folge: zunahme von privatschulen (vor allem realschulen) weil sonst der normale schüler permanent was auf die fresse bekommt.
gewalt, verwahrlosung und aggression kommt nur von einer klientel. deshalb flüchtet der rest....
tannebaum (22.06.2010, 20:30 Uhr)
man kann sich ärgern...
oder auch nicht. aber fest steht, wenn wieter bieldungsexperimente a la berlin oder bremen "probiert" werden, gehts weiter bergab...

auch wenn das gejammer natürlich groß ist und alle ausreden suchen.
sportartmakler (22.06.2010, 20:14 Uhr)
@prologo
"Und somit bestätigt dieser Bildungstest wieder einmal, dass Kinder aus wirtschaftlich - und sozialgesicherten Familien wesentlich bessere Bildungschancen haben, oder...?"

nicht chancen, sondern erfolge. und das empfinde ich bei unserem dilemma in der bildungspolitik als ein noch viel schwieriger zu lösendes problem. die chancen sind bis zum abi überall gleich. die unterstützung aber auch die kontrolle durch das elternhaus ist für mein empfinden viel wichtiger.
das, aber auch die erwartungen der eltern an die schul. leistungen des sprößlings, haben in familien ab einem gewissem bildungshintergund scheinbar mehr gewicht. von guten und schlechten ausreißern auf beiden seiten mal abgesehen.

wie gesagt, die chancen bis zum abi sind überall gleich. selbst ein fehlender pc bei ärmeren familien (und das kommt auch nicht mehr häufig vor ) oder die möglichkeit zur nachhilfe bei besser verdienenden sind für diese zusammenhänge nicht ausschlaggebend. es ist und bleibt das elternhaus und welchen stellenwert es der schule beimißt.
Prologo (22.06.2010, 20:14 Uhr)
@Kroko,
So tief kenne ich die nördlichen Schulversuche nicht. Ich denke das Schulsystem ist in Deutschland bisher einheitlich, Grundschule, Hauptschule, Realschule, oder Gymnasium, Ende. Dazu noch die verschiedenen Privatschulen, aber die wurden ja nicht getestet.
MfG,
T.
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