Spaltung der Deutschen Burschenschaft scheint abgewendet

24. November 2012, 20:53 Uhr

Der letzte Burschentag war im Streit zwischen liberalen und erzkonservativen Studentenverbindungen abgebrochen worden. Eine Spaltung des Dachverbands drohte.

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Die Burschenschaftler scheinen sich nach internen Streitigkeiten geeinigt zu haben©

Eine Spaltung der Deutschen Burschenschaft scheint vorerst abgewendet. Auf dem außerordentlichen Burschentag in Stuttgart setzte sich am Samstag der liberale Flügel des Dachverbands von Studentenverbindungen mit der Forderung durch, den wegen Äußerungen zur NS-Vergangenheit umstrittenen Chefredakteur der Verbandszeitung abzuwählen.

Auch die bislang an Deutschstämmigkeit orientierten Aufnahmeregelungen wurden gelockert, wie Michael Schmidt von der liberalen Initiative Burschenschaftliche Zukunft (IBZ) sagte. Die sehr konservative Ausrichtung des Verbands habe sich aber grundsätzlich nicht verändert.

Der bisherige Verbands-Chefredakteur Norbert Weidner hatte für Streit gesorgt, da er den NS-Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer als Landesverräter und dessen Hinrichtung als "juristisch gerechtfertigt" bezeichnet hatte. Dafür muss er sich inzwischen vor Gericht verantworten. Ein anderer Verbandsbruder habe seine Aufgabe übertragen bekommen, teilte der Verband mit.

Mit der Forderung nach Weidners Ablösung war der liberale Flügel auf dem Burschentag im Juni im thüringischen Eisenach noch gescheitert. Im Streit war das damalige Treffen abgebrochen worden, die liberalen Burschen-Initiative, die 25 der 100 angeschlossenen Verbindungen vertritt, hatte mit Austritt aus dem Dachverband gedroht.

Aufnahmeregelungen so liberal wie seit langem nicht

Die Aufnahmeregelungen seien nun zwar so liberal wie seit langem nicht mehr, sagte Schmidt von der IBZ. Aber: "Die Aufnahmeregelung ist das eine, aber die Frage der Akzeptanz der Mitglieder ist wichtiger. Ich möchte auch wissen, dass die, die ich aufnehme, gut behandelt werden." Nach Mitteilung des Dachverbands ist künftig auch die Mitgliedschaft in Burschenschaften ausgeschlossen, wenn jemand Mitglied in Organisationen mit nationalsozialistischen Zielen ist.

Die Vertreter der rund 100 Burschenschaften mit geschätzt 10.000 Mitgliedern wollten eigentlich noch bis Sonntag in Stuttgart über strittige Themen debattieren. Der Burschentag sei jedoch am Samstag zu Ende gegangen, nachdem man in wichtigen Punkten für alle Seiten vertretbare Lösungen gefunden habe, hieß es in der Mitteilung.

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