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Der Amoklauf von Ansbach war offenbar seit langem geplant. Bei einer Durchsuchung des Zimmers des Gymnasiasten stießen Ermittler auf ein Kalenderblatt mit dem Eintrag "17.9. Apokalypse". Ein Testament datierte Georg R. auf 9/11, den Jahrestag der Anschläge auf das World Trade Center.
Polizeigewerkschaft und Lehrerverband gehen nach dem Amoklauf von Ansbach hart mit der Politik ins Gericht. Trotz schlimmster Vorfälle in jüngster Zeit sei nichts passiert. Es gebe weder mehr Sozialarbeiter noch zusätzliche Schulpsychologen. Dringend nötig sei ein flächendeckendes Frühwarnsystem an den Schulen.
Der Amoklauf an einem Gymnasium in Ansbach sollte möglicherweise die persönliche "Apokalypse" des Täters sein. Offenbar war der 18-jährige Schüler seit längerem in Therapie.
Als der Alarm schrillte, glaubten viele Schüler des Carolinums in Ansbach an ein Feuer. Was sie nicht ahnten: Ein bewaffneter Mitschüler hatte das Gymnasium überfallen.
Der Amokläufer von Ansbach galt in der Nachbarschaft als "normaler Junge". Parallelen zu Tim K. drängen sich auf. Das Opferbündnis von Winnenden ist alarmiert und kritisiert die Politik.
Das Urteil ist gefallen: Der Amokläufer von Ansbach muss neun Jahre in Jugendhaft. Er hatte mit Beil, Molotow-Cocktails und Messern 17 Schüler und Lehrer zum Teil schwer verletzt.
Der Amokläufer von Ansbach ist gut drei Wochen nach der Bluttat in eine Untersuchungshaftanstalt verlegt worden. Justizmitarbeiter haben den 18 Jahre alten Georg. R. von einer Ansbacher Klinik in die Krankenabteilung eines Gefängnisses in Würzburg gebracht.
Auf den Amoklauf von Ansbach folgten die üblichen Forderungen: Lehrer sollten aufmerksamer sein, Eltern beschützender erziehen. Die Gründe, die jemanden zum Täter machen, sind aber komplexer.
Wo immer Amokläufer andere Menschen in den Tod reißen - die Motive bleiben auch nach intensiven Ermittlungen meist vage. Das scheint im Fall des Ansbacher Täters Georg R. anders zu sein.
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