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Günther Jauch widerstand der Versuchung, die neusten Entwicklungen in der Causa Wulff zu thematisieren. Stattdessen nahm er sich den Verfassungsschutz und die Linke zur Brust. Und plötzlich war Leben in der sonst so spießigen Talk-Bude.
Eigentlich bekommt Deutschland von Transparency International gute Noten in Sachen Korruption. Dennoch gibt es einiges zu tun: So wurde bisher die entsprechende UN-Konvention nicht ratifiziert. Und auch die Causa Wulff wirft weiter Fragen auf.
Ungeachtet der politischen Heuchelei mancher seiner Unterstützer hat Joachim Gauck den Tag seiner Wahl zu einem Fest gemacht - und die bleierne Wulff-Zeit so endgültig beendet.
Nun doch nichts Neues in der Causa Wulff: Die Staatsanwaltschaft hat Berichte dementiert, nach denen die Ermittlungen gegen den Ex-Bundespräsidenten ausgeweitet werden.
Manch aktuelles und brisantes Thema hätte es am Jahrestag der Fukushima-Katastrophe gegeben. Doch Günther Jauch griff für seine Talksendung lieber auf Altbewährtes zurück: den gestürzten Bundespräsidenten.
Reinhold Beckmann musste sich in seiner Show Kritik aus der Gästerunde gefallen lassen: Der Talker bot zum Thema Gauck nur Wahrsagerei, die noch nicht mal für die ganze Sendung reichte.
Ein letzter würdeloser Akt, dieser Zapfenstreich für Christian Wulff. Und auch der Versuch von Maybrit Illner, den gestürzten Bundespräsidenten noch ein (letztes) Mal zum Thema zu machen, war alles andere als eine Glanzleistung.
Christian Wulff bekommt seinen Ehrensold, und die Empörung ist perfekt. stern.de-Autor Niels Kruse hält die Moral für keinen guten Ratgeber. Kollegin Katharina Miklis hingegen schon.
Christian Wulff wird 200.000 Euro Ehrensold bekommen. Er könnte der letzte Bundespräsident sein, der so viel Geld erhält. In Berlin ist man sich einig, dass die Zeit der Privilegien vorbei ist.
Am Freitag bringt die SPD ein Gesetz gegen Abgeordnetenbestechung ein - und die Regierung wird es ablehnen. Warum? Ein Gespräch mit Transparency-Chefin Müller über Wulff, Lobbys und die Kanzlerin.
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