Nah- und Fernverkehrszüge waren immer wieder Ziel von Sprengstoffattentaten. Schwere Anschläge der vergangenen 20 Jahre...

Bei dem Anschlag in Madrid kamen 191 Menschen ums Leben© DPA/Picture-Alliance
Bei einem der schwersten Terroranschläge seit dem 11. September 2001 kommen am 11. März in Spanien 191 Menschen ums Leben. 1.500 weitere Menschen werden verletzt. Tatort ist Madrid, wo am Morgen in vier Pendlerzügen zehn Bomben fast zeitgleich expodieren. Die Anschläge passieren drei Tage vor der Parlamentswahl.
In einem voll besetzten Moskauer U-Bahnwaggon zündet eine vermutlich tschetschenische Selbstmordattentäterin eine Bombe: Nach offiziellen Angaben 39 Tote und mehr als 130 Verletzte.
Bei einem Anschlag auf einen Vorortzug bei Jessentuki im russischen Nordkaukasus werden 44 Insassen getötet und über 200 verletzt. Moskau vermutet Tschetschenen als Täter.
Ein Anschlag der angolanischen Rebellenorganisation UNITA östlich der Hauptstadt Luanda kostet 256 Menschen das Leben, rund 160 weitere werden verletzt. Der Zug war auf eine zuvor gelegte Panzermine gefahren und entgleist. Danach schossen die Rebellen auf die fliehenden Fahrgäste.
Bei einem Anschlag im indischen Teil Kaschmirs sterben 12 Menschen, etwa 100 weitere werden verletzt. Die Tat wird militanten Moslems zugeschrieben.
Eine Bombe zerfetzt in der pakistanischen Stadt Khairpur zwei voll besetzte Eisenbahnwaggons. Mindestens 23 Menschen sterben und 50 werden verletzt.
In einem überfüllten Zug werden bei der Colombo (Sri Lanka) durch eine Explosion mindestens 67 Menschen getötet und rund 500 verletzt. Verantwortlich sind vermutlich Tamilen-Extremisten.
Durch die Explosion einer Bombe in einem Pariser S- Bahnzug bei der Station Saint-Michel werden sieben Menschen getötet und 84 verletzt. Als Drahtzieher gelten algerische Islamisten.
Terroristen legen in einer U-Bahnstation in Baku (Aserbaidschan) eine Zeitbombe. In einem vollbesetzten Waggon werden 13 Menschen getötet und etwa 50 weitere verletzt.
Bei einem Anschlag auf einen Vorortzug in Bombay (Indien) sterben mindestens zehn Fahrgäste. Etwa 60 Verletzte.
In der peruanischen Stadt Cuzco explodiert in einem mit Touristen besetzten Zug eine Bombe. Unter den sieben Toten sind drei Deutsche. Hinter dem Anschlag wurde die Untergrundorganisation Sendero Luminoso (Leuchtender Pfad) vermutet.
Bilanz einer Bombenexplosion im Schnellzug Neapel- Mailand in einem Tunnel bei Bologna sind 16 Tote und 266 Verletzte. Als Drahtzieher gelten Mafia und Rechtsextremisten.