In diesem Jahr feiert Israel seinen 60. Geburtstag. Lesen Sie hier in einer Chronologie den langen Weg bis zur Autonomie: von den Kreuzzügen bis zur Roadmap.

Israelis tragen eine Flagge ihres Staates durch Jerusalem© Jim Hollander/EPA/DPA
Moslemische Araber erobern Jerusalem und beenden die römisch-byzantinische Herrschaft.
Der Omajadenkalif Al-Hakim zwingt Christen zu konvertieren. Außerdem enteignet und plündert er Kirchen.
Der römische Papst Urban II. ruft zum Kreuzzug gegen die Moslem in Heiligen Land auf. Vier Jahre später nehmen Kreuzritter Jerusalem ein und richten ein Blutbad an.
Sultan Saladin schlägt die Christen und erobert auch Jerusalem zurück. Als Folge davon rufen Kaiser Friedrich II. Barbarossa, Richard Löwenherz von England und Philipp II. Augustus von Frankreich zum dritten Kreuzzug auf. 1191 erobern die Christen zwar wieder die Stadt Akkon – Jerusalem bleibt jedoch unter arabischer Herrschaft.
Der Stauferkaiser Friedrich II. schließt mit den Ayyubiden-Sultan Al-Kamil Muhammad al-Malik Frieden. Jerusalem, Bethlehem und Nazareth gehen an das europäische Königreiche Jerusalem.
Der Mameluken-Sultan al-Mali al-Asraf Chalil stürmt Akkon und beendet damit endgültig die Kreuzzüge: Die Europäer verlassen das Heilige Lans.
Der türkische Sultan Selim 1. besiegt die Mameluken. Er dehnt sein Reich aus und wird zum geistigen Führer aller Moslems. Die Region hält vierhundert Jahre eine gewisse Stabilität aufrecht.
Das Osmanische Reich wird schwächer: Ägyptens Vizekönig Muhammad Ali Pascha besetzt Palästina und Syrien.
Auf Drängen von Großbritannien, Russland, Preußen und Österreich räumen die Ägypter Palästina – es bleibt somit vorerst osmanisch.
Juden, vorwiegend aus Mittel- und Osteuropa, aber auch islamischen Ländern, wandern nach Palästina ein. Sie siedeln vor allem in den vier heiligen Städten Hebron, Safad, Tiberias und Jerusalem
Theodor Herzl, ein in Budapest geborener Autor, beruft in Basel den "Ersten Zionistischen Weltkongress" ein. Auf diesem Treffen fordert er einen Staat für das jüdische Volk in Palästina.
Mit der "Balfour-Erklärung" unterstützt Großbritannien die "Schaffung einer nationalen Heimstätte in Palästina für das jüdische Volk und lässt seine Truppen in Palästina einrücken – die Türken ziehen sich zurück.
Nach dem Ersten Weltkrieg erhält Großbritannien das Protektorat übe Mesopotamien (Irak), Palästina und dem heutigen Jordanien.
Der Völkerbund billigt das britische Palästina-Mandat. Doch Großbritannien muss als Bedingung die Balfour-Erklärung erfüllen
Proteste gegen die britische Palästina-Politik: Zunächst mit einem Generalstreik, anschließend mit einem bewaffneten Kampf beginnt der arabische Aufstand gegen Großbritannien – der im März vom britischen Militär niedergeschlagen wird.
Die britische Peel-Kommission schlägt als Kompromiss einen Plan zur Teilung Palästinas vor: Im Norden soll es einen kleinen jüdischen und einen großen arabischen Staat im Süden geben. Bis auf Transjordanien lehnen diesen Vorschlag jedoch alle arabischen Staaten ab.
Unter dem Kommando der Aktivistin Golda Meir verüben jüdischen Milizen Anschläge gegen die Briten, da diese die Einwanderung von Juden nach Israel stark einschränken
David Ben Gurion proklamiert den Staat Israel.
Suez-Krise: Während israelische Truppen in Gaza und den Sinai einmarschieren, greifen Briten und Franzosen Ägypten an, das den Suezkanal verstaatlich hatte.