Gericht gibt US-Airline Continental die Schuld

6. Dezember 2010, 11:49 Uhr

Das Unglück mit 113 Toten bedeutete das Ende des legendären Überschalljets: Mehr als zehn Jahre nach dem Absturz einer Air-France-Concorde nahe Paris hat ein französisches Gericht einen Schuldigen bestimmt: die US-Fluggesellschaft Continental.

Zehn Jahre nach dem Absturz des Überschallflugzeuges Concorde in der Nähe von Paris hat ein Strafgericht in Frankreich der US-Fluggesellschaft Continental die Schuld an der Katastrophe zugewiesen. Die Richter verurteilten Continental zu einer Geldstrafe von 200.000 Euro. Außerdem müssen die Amerikaner eine Million Euro Schadensersatz an Air France zahlen. Ein Concorde-Angestellter erhielt zudem 15 Monate Haft auf Bewährung. Ein weiterer Angestellter von Continental wurde dagegen entlastet. Ebenso freigesprochen wurden drei französische Beschuldigte der Gegenseite, denen unter anderem Nachlässigkeit im Umgang mit bekannten Problemen am Treibstofftank der Concorde vorgeworfen worden war.

Bei der Katastrophe waren am 25. Juli 2000 insgesamt 113 Menschen ums Leben gekommen. 97 Opfer waren Deutsche, die von New York aus zu einer Kreuzfahrt starten wollten.

Titan-Lamelle löste die Katastrophe aus

In dem Verfahren ging es darum, dass eine Continental-Maschine am 25. Juli 2000 beim Start am Pariser Flughafen Roissy-Charles de Gaulle eine Lamelle aus Titan verlor, die wenig später beim Start der Concorde einen Reifen zerschnitt. Herumfliegende Teile beschädigten daraufhin einen Treibstofftank des Überschallflugzeuges, der sich entzündete. Continental hatte versucht nachzuweisen, dass die Concorde schon vorher brannte. Die Concorde stürzte wenig später in Gonesse bei Paris ab. Die Concorde-Betreiberin Air France hatte mit der US-Fluggesellschaft jahrelang darum gestritten, wer die Schuld an dem Unglück trägt. Die französische Airline hatte Continental die volle Schuld zugewiesen. Als Nebenkläger traten neben Air France auch eine Handvoll Hinterbliebene auf. Angehörige der deutschen Opfer gehörten nicht dazu. Sie hatten im Gegenzug für ein Schmerzensgeld im Jahr nach der Katastrophe auf weitere Forderungen verzichtet. Die Staatsanwaltschaft hatte Strafen auf beiden Seiten gefordert. Die Katastrophe bedeutete das Ende des legendären Überschallflugzeuges.

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