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16. März 2010, 13:21 Uhr

Anklage gegen Priklopil-Freund

Ein früherer Freund des Entführers von Natascha Kampusch muss sich wegen Begünstigung vor Gericht verantworten.

Ein früherer Freund des Entführers von Natascha Kampusch muss sich wegen Begünstigung vor Gericht verantworten. Einen Termin für die Anklage gegen Ernst H. nannte die Staatsanwaltschaft in Wien am Dienstag nicht.

H. werde vorgeworfen, er habe Wolfgang Priklopil nach Kampuschs Flucht am 23. August 2006 getroffen und in sein Auto einsteigen lassen, zitierte die Nachrichtenagentur APA aus einem Bericht der Zeitung "Presse". Ihm drohen bis zu zwei Jahre Haft oder eine Geldstrafe.

Die Anklage solle in den kommenden ein bis drei Wochen vorgelegt werden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Wien, Gerhard Jarosch, laut APA. H. hatte lange behauptet, nichts von der Entführung Kampuschs gewusst zu haben. Im vergangenen November gestand er jedoch, dass Priklopil ihm die Tat kurz vor seinem Selbstmord gestanden hatte.

In H.'s Auto habe Priklopil eine Art Lebensbeichte abgelegt, berichtete APA. Wegen Mittäter- beziehungsweise Mitwisserschaft wurde H. nicht angeklagt. Kampusch war 1998 als zehnjähriges Mädchen entführt und achteinhalb Jahre lang in einem Kellerraum gefangen gehalten worden. Im August 2006 gelang ihr die Flucht vor ihrem Peiniger, der sich kurz darauf umbrachte.

APN
 
 
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