Kaum ein Staat investiert so viel in Biotechnologie wie Israel. Anscheinend gibt es aber einige Überkapazitäten in den Laboren des Landes - denn es gibt Überlegungen eine Gendatenbank gegen Hundekot einzuführen.

Geniale Abschreckung oder generelle Kriminalisierung? Eine Gendatenbank soll Hundekot auf den Straßen von Jerusalem verhindern.© Frank Leonhardt/DPA
Im Kampf gegen den Hundekot setzt die Stadt Jerusalem nun auf die Wissenschaft: Wie die Stadtverwaltung am Sonntag mitteilte, will sie eine Datenbank mit der DNS aller Haushunde aufbauen, um die nicht aufgesammelten Häufchen auf den Straßen und in den Parks identifizieren und die faulen Hundebesitzer besser zur Verantwortung ziehen zu können.
In der ersten Phase des Pilotprojekts will die Stadt nach eigenen Angaben mit Hilfe von Speichelproben eine DNA-Bank der rund 11.000 registrierten Hunde in Jerusalem anlegen. In der zweiten Phase dann erfolge der Abgleich im Labor mit den nicht aufgesammelten Hinterlassenschaften. Nach Informationen der Zeitung "Haaretz" kostet ein entsprechender DNS-Test umgerechnet 31 Euro, die Strafe für säumige Hundebesitzer soll das Fünffache betragen. Derzeit können diese nur zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie nach der frischen Tat ihres Hundes ertappt werden.