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Toter bei Explosion auf griechischem Schiff

7. Oktober 2012, 14:39 Uhr

Der Kapitän versucht, eine Kanonenreplik zu zünden. Doch die explodiert auf einem Touristenboot auf der Insel Kos. Der Kapitän stirbt. Sechs Menschen werden verletzt, darunter zwei deutsche Kinder.

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Bei einem Unfall auf einem Touristenboot im Hafen der griechischen Ferieninsel Kos starb der Kapitän. Ein deutsches Mädchen wurde verletzt.©

Bei der Explosion einer nachgebauten Kanone auf einem Touristenboot auf der griechischen Insel Kos ist ein Mensch gestorben. Sechs weitere wurden am Samstag verletzt, darunter zwei deutsche Kinder. Bei dem Toten handelt es sich um den 51-jährigen Kapitän und Besitzer des Bootes. Zwei holländische und ein belgischer Tourist sowie ein Besatzungsmitglied verletzten sich ebenfalls.

Zu dem Unglück kam es, als eine Kanonenreplik explodierte, wie die Polizei der Nachrichtenagentur dpa erklärte. In ersten Berichten war noch von einem Feuerwerk die Rede. Lokale Medien berichteten, dass der Kapitän die Gewohnheit hatte, das Ziergeschütz vor der Rückkehr in den Hafen abzufeuern. Beim Versuch, die Kanone in Richtung Meer zu drehen, sei diese explodiert. Vermutlich warf sich der Kapitän auf die kleine Kanone, um seine Passagiere zu schützen. Er sei sofort tot gewesen. Die Polizei erklärte, dass das Abfeuern der Kanone illegal gewesen sei.

Verletzte sind außer Lebensgefahr

Nach Angaben des Arztes Michail Chalikos am Allgemeinen Krankenhaus von Kos erlitt das neunjährige deutsche Mädchen Prellungen an den Beinen. Ihr siebenjähriger Bruder wurde weniger schwer verletzt. Auch die anderen Verletzten seien außer Lebensgefahr, teilte das Krankenhaus mit. Es habe aber mehrere Knochenbrüche gegeben. Woher die Kinder aus Deutschland stammen, war unklar. Die griechische Küstenwache untersuchte den Vorfall, wollte aber zunächst nicht offiziell Stellung nehmen.

Laut einem Bericht der griechischen Nachrichtenagentur ANA befand sich das Boot nach einer Rundfahrt an der Einfahrt des Hafens von Mandraki, als sich das Unglück ereignete. An Bord des Schiffes waren demnach 28 Passagiere. Darunter seien 26 Touristen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden sowie zwei Griechen gewesen. Die Hafenbehörden untersuchten den Vorfall.

kmi/DPA/AFP

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