16. Januar 2013, 14:58 Uhr

Das Geld am Ende des Tunnels

Immer wieder versuchen Räuber, sich zu Reichtum zu graben. Allerdings buddeln sie manchmal auch daneben. Geschichten von erschaufelten Millionen. Von Sophie Albers

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Der Tunnelraubzug ist ein Klassiker unter den Bankeinbrüchen. Zudem gilt der Tunnelgräber unter den Bankräubern immer noch als Gentleman-Ganove. Schließlich erfordert die Aktion gewiefte Planung und logistisches Verständnis anstatt Gewalt gegen unschuldige Bankangestellte und richtet sich im Hollywoodschen Räuber-und-Gendarme-Verständnis gegen das böse Großkapital.

Jüngstes Beispiel für den Versuch, Reichtum zu ergraben, ist der Einbruch von unten in eine Volksbank in Berlin-Steglitz am 14. Januar 2013. Nach jüngstem Ermittlungsstand soll der Tunnel 45 Meter lang, etwa 1,50 Meter hoch und professionell gegraben und abgestützt sein. Aus Sicherheitsgründen hat die Polizei eine Kamera auf Rädern durch den Tunnel geschickt. Die Täter hatten ein Feuer gelegt, um Spuren zu vernichten. Mehr als ein Jahr sollen sie gegraben haben - von Tiefgaragen-Stellplätzen aus, die sie mit gefälschten Papieren angemietet hatten. Der Wert der Diebesbeute ist bisher nicht bekannt, nur dass etwa 200 von insgesamt 1600 Bankschließfächern aufgebrochen worden sind.

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