4. April 2012, 09:43 Uhr

Behörden gehen von Einzelfall in NRW aus

Bei den in Nordrhein-Westfalen festgestellten erhöhten Dioxinwerten in Bio-Eiern handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen vermutlich um einen Einzelfall. Genaue Analysen werden allerdings erst Ende der Woche vorliegen.

Dioxin, Eier, Bio-Eier, NRW, Nordrhein-Westfalen

Die Untersuchungen um den gesperrten Hof in Nordrhein-Westfalen dauern noch an. Die Behörden gehen aber von einem Einzelfall aus©

Bei den Dioxinfunden in Bio-Eiern aus Nordrhein-Westfalen handelt es sich nach dem bisherigen Erkenntnisstand der Behörden um einen Einzelfall. Das sagte ein Sprecher des Düsseldorfer Verbraucherschutzministeriums am Mittwoch.

In dem auf dem Hof aktuell verwendeten Futter seien keine Dioxin-Verunreinigungen gefunden worden. Genauere Erkenntnisse erhoffe man sich von der Analyse der Rückstellproben des älteren Futters. Der Lieferant des Futters sitze in Niedersachsen. Die dortigen Behörden seien eingeschaltet worden.

Eier von dem Hof mit rund 25.000 Legehennen hätten eine bis zu sechs Mal über dem Grenzwert liegende Konzentration des Dioxin-ähnlichen PCB (Polychlorierte Biphenyle) aufgewiesen, hatte das Ministerium am Dienstagabend mitgeteilt. Letztmalig seien Eier am 7. März ausgeliefert worden. Sie hatten das Mindesthaltbarkeitsdatum 31. März.

Hof aus Ostwestfalen

Der Betrieb beliefert nach Angaben des Ministeriums vor allem Supermärkte. Nach einem Bericht des WDR-Hörfunks liegt er im ostwestfälischen Kreis Minden-Lübbecke. Das Ministerium wollte sich dazu nicht äußern.

Auf dem Hof werden die Legehennen in vier Ställen gehalten. Bei Eiern aus zwei Ställen seien deutlich überhöhte Dioxinwerte festgestellt worden, bei Eiern aus den beiden anderen Stallungen leicht erhöhte Werte. Die Dioxinanalysen seien aufwendig, sagte der Ministeriumssprecher. Ergebnisse würden deshalb voraussichtlich nicht vor Freitag vorliegen.

hw/DPA
 
 
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