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1. Oktober 2009, 16:11 Uhr

Tausende Verschüttete und über 500 Tote

Das erste Erdbeben auf Sumatra hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Tausende Menschen werden vermisst, mindestens 770 sind tot. Die Folgen des zweiten Bebens sind noch nicht abzusehen.

Sumatra, Indonesien, Erdbeben, Tote

Durch das erste Beben wurden Tausende von Menschen unter den Trümmern von Häusern begraben© AFP

Die Zahl der Toten nach dem ersten Erdbeben auf der indonesischen Insel Sumatra ist auf mindestens 770 gestiegen. Das teilte die Behörden am Donnerstag mit. Die offizielle Zahl der Todesopfer hat sich damit mehr als verdoppelt. Es wurde damit gerechnet, dass noch mehrere Tausend Menschen in der Stadt Padang unter den Trümmern begraben sein könnten.

"Wir müssen auf das Schlimmste gefasst sein", sagte der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono vor seinem Abflug nach Padang. "Wir werden alles tun, um den Opfern zu helfen." Als erste Maßnahme ordnete er den Katastropheneinsatz der Streitkräfte auf Sumatra an.

Folgen des zweiten Bebens noch unklar

Mitten in den Bergungsarbeiten nach dem schweren Seebeben vom Mittwoch hatte am Donnerstag ein weiterer Erdstoß die Menschen auf Sumatra in Angst und Schrecken versetzt, der allerdings nicht die Zerstörungskraft des ersten hatte. Einen Tag nach dem Beben vor Padang wurde um 8.52 Uhr Ortszeit (3.52 Uhr MESZ) ein Erdbeben der Stärke 6,8 gemessen. Es ereignete sich in einer geringen Tiefe von 24 Kilometern etwa 240 Kilometer südlich von Padang im Landesinneren. Über Ausmaße des zweiten Bebens gibt es noch keine Angaben. Sie dürften aber nicht so verheerend sein wie nach dem ersten, da das Beben keinen Ballungsraum traf. In der Stadt Jambi stürzten 30 Häuser ein. Zum Vergleich: In Padang waren es mindestens 500.

Sumatra, Indonesien, Erdbeben, Tote

Das erste Beben: Das Epizentrum lag 45 Kilometer vor der Insel© AP

Erdbeben in einer geringen Tiefe auf Land haben im Allgemeinen eine besonders große Zerstörungskraft. Zunächst lagen keine Informationen über Opfer und Schäden des zweiten Erdbebens vor. Das erste Erdbeben hatte Sumatra am Mittwoch mit einem Epizentrum 50 Kilometer vor Padang getroffen. Tausende Menschen wurden unter den Trümmern von Häusern begraben - in der 900.000-Einwohnerstadt stürzten auch Krankenhäuser, ein Hotel und ein Klassenraum ein, teilten Behördensprecher mit. Zudem brachen Stromversorgung und Telefonnetz zusammen. Der Bürgermeister von Padang rief über den Rundfunk zur Hilfe auf. "Wir benötigen Hilfe. Wir rufen dazu auf, nach Padang zu kommen und zu helfen, Verletzte und Tote zu bergen", sagte Fauzi Bahar.

Das Beben vom Mittwoch werde schlimmere Ausmaße als das nach dem Beben von Yogyakarta vor drei Jahren erreichen, sagte Gesundheitsministerin Siti Fadilah Supari. Dort waren mehr als 3000 Opfer zu beklagen. Die Beben ereigneten sich am selben Spalt der Erdkruste, an dem auch der verheerende Tsunami von 2004 entsprungen war, dem rund um den Indischen Ozean 230.000 Menschen zum Opfer gefallen waren.

Reuters/AP/AFP
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
Slaanesh (01.10.2009, 13:00 Uhr)
Dann würde ich
es einfach ignorieren.

Kann ja auch sein, das jemand genau so eine Antwort (Gottes Wege ... die Existenz mit der Natur...) Braucht um das zu verarbeiten...
maddel5 (01.10.2009, 12:19 Uhr)
@slaanseh
Ich habe niemanden etwas vorgeschrieben sondern nur geschrieben das
ich es unangebracht finde. Ich stelle mir
vor ein Angehöriger der Opfer liest den Text
so nach dem Motto "Gottes Wege sind unergründlich". Mir würde das keinen Trost spenden.
Slaanesh (01.10.2009, 12:04 Uhr)
Schlimmer finde ich...
... das da ein ganzer Abschnitt doppelt ist im Artikel und das keinem auffällt...
Slaanesh (01.10.2009, 12:02 Uhr)
Unangebracht oder nicht...
... spielt doch gar keine Rolle.

Ob man es spirituell ausdrückt oder wissenschaftlich...

Erdbeben sind teil unserer Erde - wir bauen auf sich bewegenden Platten und wenn die aufhören sich zu bewegen geht für uns eh das Licht aus - auch wenn das eben so weit entfernt ist wie das ausbrennen der Sonne...

Man kann ja Mitleid und so haben, anderen aber dann vorzuschreiben, was angebracht ist und was nicht, finde ich viel mehr daneben...

maddel5 (01.10.2009, 11:49 Uhr)
@H.P.
Haben Sie etwas geraucht??
Ich finde Ihren Kommentar zu wahrscheinlich Tausenden von Toten etwas unangebracht.
H.P. (01.10.2009, 08:46 Uhr)
Schlimm all diese Erdbeben
Schlimm all diese Erdbeben und all das Leid der Menschen, doch so ist die Natur, alles ist in Bewegung, alles ist im Wandel und alles ist mit allem verbunden.
Es existiert im Universum nichts, das von irgend etwas anderem getrennt ist. Alles ist zutiefst miteinander verbunden, unwiderruflich wechselseitig voneinander abhängig, interaktiv, eingewoben in den Stoff allen Lebens.
Die Regelkreise und Mechanismen der Erde, von denen erst ein winziger Teil erforscht ist, lassen vermuten, dass hinter allem eine überragende Intelligenz steckt. Eine ordnende Kraft, die weit über den Rahmen des menschlichen Ermessens und Berechnens hinausgeht!
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