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31. März 2006, 13:23 Uhr

Elbe erreicht 7-Meter-Marke

Das Elbhochwasser steigt weiter, wird jedoch unter der Höchstmarke der Flut von 2002 bleiben. Dennoch wurden in Dresden weitere Straßen gesperrt, der Verkehr ist behindert. Schlimmer trafen die Überschwemmungen Tschechien.

Wehlen, 30 Kilometer suedlich von Dresden: Das Schild mit einem Abschiedsgruß eines Restaurants steht in den Elbfluten© Matthias Rietschel/AP

Das Hochwasser der Elbe in Sachsen und Sachsen- Anhalt steigt zwar weiter, jedoch langsamer als erwartet. Während die Dresdner, die an der Elbe wohnen, noch in ihren Häusern bleiben können, mussten 1000 Menschen im Landkreis Sächsische Schweiz ihre Wohnungen und Häuser verlassen. In Dresden wurde um 11 Uhr die 7-Meter-Marke erreicht. Bei der Flutkatastrophe von 2002 stand die Elbe in Dresden 9,40 Meter hoch, normal führt die Elbe in Sachsen 2 Meter Wasser.

Wegen Straßensperrungen gab es im Berufsverkehr Einschränkungen, sagte ein Sprecher des Verkehrswarndienstes. Betroffen waren Bundesstraßen und ein Autobahntunnel der A 17 bei Dresden. Auch in Sachsen-Anhalt stiegen die Hochwasserpegelstände der Elbe. In Dessau betrug der Wasserstand am Morgen 5,67 Meter - elf Zentimeter mehr als um Mitternacht.

Vier Menschen in Tschechien gestorben

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) warnte angesichts des Hochwassers, die Flussläufe zu stark auszubauen. Flüsse dürften nicht ständig ausgebaggert und die Rückzugsflächen beseitigt werden, sagte Gabriel im ZDF.

Die Überschwemmungen in Tschechien haben nach Behördenangaben vier Menschen das Leben gekostet. In Terezin (Theresienstadt) ertranken zwei Autofahrer, nachdem ihr Wagen in einen Fluss gestürzt war, teilte die Polizei am Freitag mit. In Südböhmen starb ein Mann während der Evakuierung seiner Wohnung an einem Herzinfarkt, zuvor war in Mähren ein sechsjähriger Junge ertrunken. In Prag müssen nach den Worten von Oberbürgermeister Pavel Bem U-Bahnhöfe geschlossen werden, falls am Samstag die höchste Stufe der Hochwasserwarnung ausgerufen werde.

DPA
 
 
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