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14. November 2007, 09:59 Uhr

Waldschlößchenbrücke kommt

Auch die Kleine Hufeisennase kann die Dresdner Waldschlößchenbrücke nicht stoppen. Zwar hatten Naturschützer wegen dieser Feldermausart einen Baustopp der umstrittenen Brücke erwirkt, doch den hat nun ein Gericht aufgehoben. Damit wackelt nun auch der Status des Unesco-Weltkulturerbes.

Dresden, Waldschlößchenbrücke, Unesco-Weltkulturerbe

Diesen Blick auf die Altstadt verdankt Dresden den Weltkulturerbestatus - mit dem Bau der Brücke könnte es damit bald vorbei sein© Matthias Hiekel/DPA

Die umstrittene Waldschlößchenbrücke im Unesco-Weltkulturerbe Dresdner Elbtal kann gebaut werden. Das sächsische Oberverwaltungsgericht in Bautzen hob jetzt den vom Verwaltungsgericht Dresden im Sommer verhängten Baustopp auf. Nach der Eilentscheidung muss nun unverzüglich mit dem Bau der Brücke begonnen werden.

Damit wird die Aberkennung des Welterbetitels immer wahrscheinlicher. Das Welterbekomitee hatte im Juni angekündigt, Dresden von der Liste zu streichen, sollte die Brücke wie zunächst geplant errichtet werden. Eine Entscheidung in der Hauptsache steht noch aus, sie hat aber keine aufschiebende Wirkung.

Naturschützer hatten im August den Baustopp erwirkt. Sie sehen die Belange der geschützten Fledermausart Kleine Hufeisennase in den Planungen nicht ausreichend berücksichtigt. Gegen den Baustopp hatte das Land Sachsen Beschwerde eingelegt. Regierungschef Georg Milbradt drängt auf den Baubeginn. Nach massiver Kritik hatte er sich zuletzt für kleinere Änderungen am Originalentwurf ausgesprochen. Es gilt aber als wenig wahrscheinlich, dass der Unesco dies ausreicht.

Das Welterbekomitee hält die bislang geplante Waldschlößchenbrücke für einen nicht wieder gutzumachenden Eingriff in eine einmalige Kulturlandschaft und hatte von Deutschland Alternativentwürfe gefordert. Die Frist dafür ist bereits verstrichen. Dresden hatte den Welterbetitel erst 2004 erhalten und steht derzeit auf der Roten Liste der gefährdeten Stätten.

Hintergründe und aktuelle Berichte zur Waldschlößchenbrücke Dresden finden Sie auch bei unserem Partner Sächsischen Zeitung online

DPA
 
 
KOMMENTARE (5 von 5)
 
tagora-sagittara (14.11.2007, 12:52 Uhr)
Das Dresden den Status
Weltkulturerbe verliert wenn diese hässliche Neubaubrücke gebaut wird, ist angemessen.
Weltkulturerbe kostet halt a bisserl mehr,...sieht aber dafür auch deutlich besser aus!!
Riepl (14.11.2007, 11:47 Uhr)
Tunnelmehrkosten?
Das billigste Argument in dieser Debatte ist die Billigkeit.Beim Wettbewerb der Bauleistungen sollte der Vergleich Tunnel zugelassen werden und als Alternative auf den Tisch. Dann kann "man" diskutieren ob es beim Billigargument bleiben kann.Wenn sich der Bundesbürger vorgenommen hat, das Stadtbild von Dresden wieder mit der Wertigkeit zu sanieren wie es der Stadt zusteht und sie letztlich dadurch zum Weltkulturerbe wurde, können die Dresdner Politiker jetzt nicht mit der "Billigtour" antreten. Ihnen war schließlich die Stadt Dresden immer lieb und teuer.
Oluja (14.11.2007, 11:09 Uhr)
Nü?
vieleischt solldn die "Leuschtdn" im Säkssch´n Porläment noch mo drüber noochdengn, ob sisch ne verkehrspolitisch unnötige und unsinnige Investition wirlich "lohnt", wen man dafür auch noch den Status als Weltkulturerbe Stadt verliert.
Shany (14.11.2007, 10:47 Uhr)
Tunnel?
Doch, doch. Aufgeschlossen schon, aber ein Tunnel würde viele Millionen mehr kosten und das Geld hat Dresden angeblich nicht.
So zumindest die Debatte im Landtag.
tagora-sagittara (14.11.2007, 10:30 Uhr)
Schon mal was von Tunnelung gehört??,
Alternativen gegenüber scheinen die Städteplaner von Dresden nicht sehr aufgeschlossen zu sein!!
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