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21. September 2009, 11:39 Uhr

Ciudad Juarez schockt mit Mordbilanz

Die Regierung Mexikos versucht mit Tausenden Soldaten, den Drogenkrieg im Land zu bekämpfen - offenbar ohne erkennbaren Erfolg. Die Mordrate in Ciudad Juarez hat schon jetzt das Rekordniveau vom gesamten letzten Jahr erreicht.

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Alltag in Ciudad Jurez: In diesem blutbeschmierten Lieferwagen fand die Polizei ein weiteres Opfer im Krieg rivalisierender Drogenbanden

Die mexikanische Grenzstadt Ciudad Juárez hat einen neuen traurigen Rekord aufgestellt: Bis zum Wochenende wurden in der von Kämpfen rivalisierender Drogenbanden terrorisierten Stadt in diesem Jahr bereits 1701 Menschen ermordet und damit mehr als im gesamten Vorjahr.

Allein am Samstag und Sonntag gab es in Ciudad Juárez laut Behördenangaben erneut 14 Opfer im Drogenkrieg. In den nördlichen Bundesstaaten Sonora und Chihuahua gab es insgesamt 22 Mordopfer, darunter zwei Kinder im Alter von zwei und fünf Jahren.

Ciudad Juárez ist die Stadt mit der höchsten Mordrate weltweit. Im Jahr 2008 gab es dort 1653 Mordopfer, das sind 130 Morde pro 100.000 Einwohner. Rivalisierende Rauschgiftkartelle machen sich in der Grenzregion die lukrativen Schmuggelrouten für Drogen in die USA streitig.

Im Zuge ihrer Offensive gegen das organisierte Verbrechen hatte die mexikanische Regierung 50.000 Soldaten an mehrere Brennpunkte des Landes entsandt. Allein in Ciudad Juárez sind 8500 Soldaten stationiert. Der Drogenmafia werden rund 14.000 Morde seit Amtsantritt des konservativen Präsidenten Felipe Calderón Ende 2006 angelastet.

AFP
 
 
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