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3. September 2009, 09:30 Uhr

Todesschwadrone richten 21 Menschen hin

Der Drogenkrieg in Mexiko hinterlässt weiter seine blutige Spur: In der Provinz Michoacan machte ein Todesschwadron Jagd auf den stellvertretenden Sicherheitschef. In Ciudad Juarez überfiel ein Dutzend Männer ein Reha-Zentrum und richtete ein Massaker an Jugendlichen an.

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Ein Überlebender des Drogenmassakers von Ciudad Juarez wird ins Krankenhaus transportiert© Luis Hinojos/EPA

In Mexiko eskaliert der Drogenkrieg mit beispielloser Brutalität. Am Mittwoch machten Gangster regelrecht Jagd auf den stellvertretenden Sicherheitschef des Staates Michoacan, erschossen ihn, zwei seiner Leibwächter und einen unbeteiligten Lkw-Fahrer. In Ciudad Juarez an der Grenze zu den USA überfielen bewaffnete Männer ein Drogenrehabilitationszentrum und erschossen gezielt 17 Menschen.

Der stellvertretende Sicherheitschef im Heimatstaat von Präsident Felipe Calderon, Jose Manuel Revuelta, war erst seit zwei Wochen im Amt. Die Angreifer fuhren in Morelia neben seinen Dienstwagen und begannen zu schießen, teilte Generalstaatsanwalt Jesus Montejano mit.

Das Auto von Schüssen durchsiebt

Revuelta habe versucht, mit Vollgas zu fliehen, sei aber nur ein paar Straßen weit gekommen. Dann hätten sich ihm zwei Autos in den Weg gestellt. Sechs Bewaffnete seien ausgestiegen und hätten mit Schüssen Revueltas Fahrzeug regelrecht durchsiebt. Von dem Kugelhagel sei zudem ein unbeteiligter Lkw-Fahrer getroffen worden.

Michoacan im Westen Mexikos ist die Heimat des berüchtigten Drogenkartells La Familia, das für eine ganze Serie von Attentaten auf Mitglieder der Sicherheitsdienste verantwortlich gemacht wird. Es kontrolliert den Drogenhandel in Michoacan und die Methamphetin-Produktion. Zudem ist es im "Markt" für Entführungen und Erpressungen.

Sie stellten sie an die Wand und eröffneten das Feuer

Nach Angaben der Behörden ist das Attentat auf Revuelta eine Vergeltung für die Festnahme des für die Methamphetin-Herstellung verantwortlichen La-Familia-Bosses Luis Ricardo Magana. Im Juli hatten die Behörden den Kampf gegen das Kartell nach einer Anschlagsserie verschärft. In der brutalsten Attacke wurden zwölf Polizisten ermordet und ihre mit Folterspuren übersäten Leichen am Straßenrand abgelegt - offensichtlich, um in aller Öffentlichkeit ein abschreckendes Beispiel zu geben.

In Ciudad de Juarez brachen mindestens zwölf maskierte Angreifer am Mittwochabend in das Reha-Zentrum El Aviane ein, stellten ihre Opfer an einer Wand auf und eröffneten das Feuer. 17 Jugendliche wurden bei dem Massaker getötet, mindestens fünf weitere verletzt. Nach Angaben der Zeitung "El Universal" hätten die Täter ihre Opfer anhand einer Liste ausgesucht und sie dann erschossen.

AP/DPA/AFP
 
 
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