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14. Mai 2009, 09:47 Uhr

Schwangerschaft rettet Britin vor Todesstrafe

Ihr Fall sorgt in Großbritannien für Aufsehen: Samantha Orobator sitzt seit August wegen Verdachts auf Heroinschmuggel in Laos in Haft. Der 20-jährigen Britin drohte die Todesstrafe, doch sie wurde im Gefängnis schwanger und wird deshalb auch bei einer Verurteilung nicht hingerichtet werden.

Heroin, Laos, Drogen, Todesstrafe, Britin

In Laos angeklagt wegen Drogenschmuggels: die Britin Samantha Orobator© AFP

Die in Laos als Rauschgiftschmugglerin angeklagte schwangere Britin Samantha Orobator wird nicht hingerichtet. Das sagte der Vize-Regierungschef des südostasiatischen Landes, Thongloun Sisoulith, am Donnerstag bei einem Besuch in Bangkok. "Unsere Verfassung verbietet es, Schwangere hinzurichten", sagte er der thailändischen Zeitung "Nation". Die 20-Jährige war im August vergangenen Jahres am Flughafen der laotischen Hauptstadt Vientiane festgenommen worden. In ihrem Gepäck waren nach Angaben der Behörden 680 Gramm Heroin.

Auf den Handel mit mehr als einem halben Kilogramm Heroin steht in Laos die Todesstrafe. Seit 2003 wurden mindestens 39 Menschen hingerichtet. Das Urteil wird im Laufe dieser Woche erwartet. Nachdem Laos und Großbritannien vergangene Woche ein Abkommen über den Austausch von Gefangenen unterzeichnet haben, wird die junge Frau ihre Strafe voraussichtlich in ihrer Heimat absitzen.

Der Fall hatte in Großbritannien für einen Aufschrei der Empörung gesorgt. Die britischen Behörden hatten von dem Schicksal der 20-Jährigen erst erfahren, als sie schon seit Monaten im Gefängnis saß, und das auch nur durch Zufall. Samantha Oborator, die in der ganzen Zeit keinen anwaltlichen Beistand hatte, war im Gefängnis schwanger geworden.

DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 15)
 
RealRock (15.05.2009, 00:26 Uhr)
@Manndernichtdichtist
Den meisten von uns geht es hier nur um das Gebot der Menschlichkeit.
Sie hingegen erinnern mich an unseren alten Bekannten 'Richter Gnadenlos' Ronald Schill (Schill Partei). Der war auch immer für eine harte Züchtigung aller Gesetzesbrecher.
Was ist eigentlich aus dem geworden? Ach ja - http://www.welt.de/politik/article1772402/Der_gnadenlose_Absturz_des_Ronald_Schill.html
butcher99 (14.05.2009, 20:09 Uhr)
butchwer99
Der Anwalt ist es also schon mal nicht gewesen. Ja wer war es denn?
Juris1 (14.05.2009, 16:34 Uhr)
Hier ein paar Zahlen zum Nachdenken für die Kritiker
Im Jahr 2000 gab es in der gesamten Europäischen Union 8.838 Drogentote. Bei einer Bevölkerung von 300 Millionen Menschen sind das ca. 3 Drogentote je 100.000 Einwohner und Jahr oder 0,003 Prozent.
Situation in den USA [Bearbeiten]
Im Jahr 2000 gab es in den USA ca. 17.000 Drogentote, bei einer Gesamtbevölkerung von ebenfalls 300 Millionen Menschen sind das ungefähr 6 Drogentote je 100.000 Einwohner und Jahr oder 0,006 Prozent.
Juris1 (14.05.2009, 16:31 Uhr)
Fehltritte
Vielleicht ist die Geschichte vielschichtiger als die hier abgegebenen Stammtischparolen.
Todesstrafe:
Wurde die Todesstrafe früher vor allem bei Mord ausgesprochen, so werden nun immer öfter Delikte des Drogenhandels damit geahndet. Laos ist einer der größten Drogenproduzenten der Erde. Um dem Herr zu werden hat die Regierung Anfang 2001 die Todesstrafe für Drogenbesitz eingeführt. So kann jetzt bei einem Fund von über 500 Gramm Heroin oder 3 Kilogramm Amphetaminen die Todesstrafe verhängt werden. Das Ziel ist laut einer Aussage aus Regierungskreisen, „das Land bis zum Jahre 2005 drogenfrei zu machen.
Eine abschreckende Wirkung hat keine Strafe - auch nicht die Todesstrafe.
Schwangerschaft:
@mandernichtdaist
Ich denke, dass eine 20 Jährige im Knast in Laos sicherlich nicht die grose Liebe gefunden hat und dort schwanger geworden ist. - Hier ist wohl eher zu befürchten, dass es Übergriffe gab und gibt.
Rauschgifthandel:
Sicherlich ist der Handel mit Rauschgift KEIN Kavaliersdelikt. Aber bitte... warum wird nicht Tabak und Alkohol verboten? - Sie machen auch abhängig und führen zum Tode.
In Deutschland sterben auch jährlich Tausende an diesen "Alltagsdrogen".
Bevor hier die moralische Keule herausgeholt wird - bitte nachdenken !
Und sicher ist es zutreffend so, dass der Artikel so wenig gut recherchiert ist, dass es eigentlich sich selbst verbietet, hierzu ein Kommentar abzugeben.
Rauschgifttote“ (also durch illegale Drogen zum Tode Gekommene) gab es im Jahr 2003 in Deutschland 1.477, im gleichen Zeitraum und Gebiet gab es 40.000 Todesfälle als Folge von Alkoholmissbrauch und 110.000 als Folge des Tabakrauchens
manndernichtdaist (14.05.2009, 16:14 Uhr)
wie darf ich das verstehen?
habe ich behauptet, man solle sie töten? ihr kiffenden schlaumeier seid schockiert, dass es in laos zur todesstrafe führen kann, wenn man schmuggelt? ich bins nicht!
und wen interessiert überhaupt keith richards @JB67?
RealRock (14.05.2009, 15:54 Uhr)
@Manndernichtdichtist
Wer frei von Schuld ist, der werfe den ersten Stein!
JB67 (14.05.2009, 15:37 Uhr)
Stoff der süchtig macht und zum Tode führt?
Was meinst du damit - Alkohol? Und wie hat es z.B. Keith Richards o.a. geschafft zu überleben? Doch wohl nur, weil sie "ordentliche" Qualität bekommen haben. Daß Junkies verrecken ist politisch gewollt und nicht nur der Sucht, sprich dem Heroin geschuldet.
Albimonte (14.05.2009, 15:36 Uhr)
nach der Geburt
sollte die Hinrichtung doch aber möglich sein? Die unbestechliche laotische Justiz wird eisenhart den britischen Bemühungen zur Verschonung der Dame widerstehen. Oder vielleicht nicht -
Die junge Frau braucht sich jedenfalls keine große Sorge zu machen und falls sie wirklich schwanger sein sollte schon gar nicht. Sie wird nach wenigen Jahren nach England überführt werden und dort weitere wenige Jahre einsitzen.
Ist regelmässig bei Frauen so, weil sie ja vor dem Gesetz so gleich sind...
Vincent_Vega (14.05.2009, 12:44 Uhr)
Objektiv gesehen...
ist sie genauso einzubuchten wie jeder Andere. Sie ist zwanzig und somit volljährig; sie hätte wissen müssen, dass sie in dem fremden Land zumindest sehr laaange einsitzen kann - zumindest sollte sie sich vorher informieren, was einem blühen kann.
Allerdings gibt es genug Fälle, wo die wahren Hintermänner die Naivität oder das Unwissen von Freundinnen und Bekannten ausnützen und ihnen heimlich was unterjubeln.
Vielleicht sollte man auch wirklich berücksichtigen, das sie wohl das erste Mal auffällig geworden ist - gut, das spricht auch für Naivität oder den jugendlichen Irrglauben, nahezu unsterblich zu sein bzw. die Folgen nicht zu berücksichtigen.
Wie sie schwanger geworden ist, würde mich auch interessieren: ein Wärter, ein Mithäftling und wurde sie dazu vergewaltigt und selbst wenn es eine gezielte Maßnahme war, sich zu retten, sollte man nicht das ungeborene Leben dazu büßen lassen, dass die Mutter eine vermutete Drogendealerin ist/wahr.
P.S.
wäre die junge Frau nicht nur etwas älter sondern gar ein Mann, ein Orientale gar, würden sich sicher nicht wenige auf Hinrichtung freuen. Soviel zur Objektivität.
vegefranz (14.05.2009, 12:42 Uhr)
Das Gesetz in Laos ist hart und schreckt daher Täter ab
unser Rechtssystem ist dagegen ein Witz: Ein Drogendealer, der morgens um 9.00 verhaftet wird, steht um 12.00 Uhr schon wieder an seinem alten Platz
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