In Düsseldorf hat der Prozess gegen einen mutmaßlichen Mörder begonnen. Der Mann soll 2012 eine Sachbearbeiterin im Neusser Jobcenter erstochen haben. Ihm droht lebenslange Haft.
Das Video im Wortlaut: Am Mittwochmorgen hat in Düsseldorf der Prozess gegen einen mutmaßlichen Messerstecher begonnen. Mehr...
Der Mann soll im September 2012 eine Sachbearbeiterin im Neusser Jobcenter erstochen haben. Die Tat hatte bundesweit für Entsetzen gesorgt und eine Debatte über Sicherheits- und Arbeitsbedingungen in Jobcentern ausgelöst. Staatsanwalt Martin Stücker äußerte sich am Mittwoch zum mutmaßlichen Tatmotiv. O-ton Stücker ("Wenige Wochen zuvor hatte er bei einem anderen Jobcoach in dem Haus eine Datenschutzerklärung unterzeichnet, die die Weitergabe von Daten an potenzielle Arbeitgeber regeln sollte. Das hatte ihn gedanklich nicht losgelassen und nicht so richtig durchdrungen das Thema. Als er dann noch eine Berichterstattung im Fernsehen zum Thema Datenmissbrauch gesehen hatte war er dann der Überzeugung, man würde mit seinen Daten Missbrauch betreiben.") Mit zwei Messern bewaffnet sei der Mann dann ins Jobcenter gegangen, sagte Stücker. Der Mitarbeiter, den er suchte, sei aber nicht dagewesen. O-ton Stücker ("Letztendlich hat er sich dann an das spätere Opfer gewandt, die er aus vorheriger Betreuung kannte und hat diese ohne Vorwarnung mit den Messern angegriffen und tödlich verletzt.") Der Verteidiger des Angeklagten, Horst Ruthmann sagte, seinem Mandanten tue das alles schrecklich Leid. O-ton Ruthmann ("Die Tat passt zu diesem Angeklagten überhaupt nicht. Er ist noch nie in seinem Leben strafrechtlich in Erscheinung getreten. Da gibt es keine häusliche Gewalt, da gibt´s keinen Ladendiebstahl, die Familie insgesamt wie auch der Angeklagte ist völlig sauber.") Der Ehemann des Opfers ließ sich zu Prozessbeginn von seiner Anwältin Esther Boos vertreten. O-ton Boos ("Ja, es geht ihm so schlecht, dass er heute auch nicht kommen wird sondern das Ganze sich von mir berichten lassen wird, damit er keine unmittelbare Konfrontation hat und das Ganze nicht noch einmal akut aufgewallt wird.") Die Staatsanwaltschaft sieht die Mordmerkmale Heimtücke und Ausnutzung der Arglosigkeit des Opfers erfüllt. Dem Angeklagten droht lebenslange Haft. Das Urteil wird für Anfang April erwartet. ORT: DÜSSELDORF, NEUSS (ARCHIV) Schließen
Ein Mann stürmt ins Neusser Jobcenter und ersticht brutal und wahllos eine junge Frau. In Düsseldorf hat der Prozess um den Fall begonnen. Schemenhaft zeichnet sich ein mögliches Motiv ab.
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