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Lali kam mit zwei Gesichtern zur Welt und wurde in ihrer Heimat Indien deshalb als Durga, als Göttin der Vollkommenheit und Tapferkeit verehrt. Nun ist das Mädchen offenbar gestorben ? es wurde keine drei Monate alt.
Der Hinduismus kennt keinen Gründer und keine feste Doktrin. Den Indern gilt der Glaube als eine den Alltag bestimmende Lebenseinstellung: Alles ist göttlich - eine Einführung in den Kosmos der schillernden Gottheiten.
Menschliche Pyramiden, krachende Böller und Knochen: In Indien ist Partysaison. Voller Hingabe zelebrieren die Inder von August bis November ein religiöses Fest nach dem nächsten. Wenn es die Nation schon im Sport nicht an die Weltspitze schafft, so ist sie zumindest im Feiern Weltmeister.
Frauen, die sich nicht in ihre traditionelle Rolle fügen, gelten in Indien häufig als besessen. Mit Teufelsaustreibungen versuchen ihre Familien, sie wieder gefügig zu machen. Es sind qualvolle Rituale, denen jedes Jahr unzählige Frauen unterworfen werden - ein Spektakel vor großem Publikum.
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