Unfassbare Tat in US-Grundschule

14. Dezember 2012, 18:06 Uhr

In einer Schule im US-Bundesstaat Connecticut hat ein bewaffneter Mann um sich geschossen und mehrere Menschen getötet. Laut US-Medien soll es 27 Tote geben. Darunter der Schütze und viele Kinder.

Bei einer Schießerei in einer Grundschule in Newtown (US-Bundesstaat Connecticut) sind nach Medienberichten mehrere Menschen ums Leben gekommen. Auch der Schütze sei ums Leben gekommen, sagte der örtliche Polizeisprecher Paul Vance. Laut CNN soll auch der Direktor und ein Schulpsychologe zu den Toten gehören. Der Sender CBS-News berichtete von 27 Toten, darunter 14 Kinder. ABC-News sprach von mehr als einem Dutzend Todesopfern.

Laut übereinstimmenden Berichten wurde der Schütze als der 24jährige Ryan Lanza identifiziert. Er soll bei der Bluttat auch siene Mutter erschossen haben, die als Lehrerin an der Schule beschäftigt war. Er soll mit zwei Handfeuerwaffen geschossen haben. Berichte über einen zweiten Schützen blieben zunächst unbestätigt.

"Es war einfach der Horror", berichtete eine Mutter einer Drittklässlerin, die zur Schule geeilt war. Sie berichtete von blutüberströmten Kindern, die aus dem Schulgebäude gekommen seien. "Alle waren hysterisch und in Panik." Viele Krankenwagen und Polizeifahrzeuge mit Blaulicht trafen am Tatort ein. Eltern nahmen weinende Kinder in die Arme.

Notruf ging am Vormittag bei der Polizei ein

Der erste Notruf ging bei der Polizei um 9.41 Uhr Ortszeit ein, wie ein Sprecher mitteilte. Zu weiteren Einzelheiten wollte er zunächst nicht Stellung nehmen. Newtown liegt etwa 100 Kilometer nordöstlich der Metropole New York und hat etwa 27.000 Einwohner.

In einer ersten Reaktion erklärte das Präsidialamt, dass sich Barack Obama von seinem Stab fortlaufend über das "tragische Ereignis" informieren lasse. Der Präsident sei in Gedanken bei den betroffenen Familien. Jetzt sei nicht die Zeit dafür, um über politische Konsequenzen zu debattieren. Generell halte Obama aber strengere Waffengesetze für angebracht.

In den USA kommt es immer wieder zu Schießereien an Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen. So töteten zwei Jugendliche im April 1999 an der Columbine High School in der Stadt Littleton zwölf Mitschüler und einen Lehrer. Anschließend nahmen sich die beiden Täter das Leben. Im vergangenen Juli tötete ein maskierter Schütze in der Nähe von Denver 12 Kinobesucher und verletzte 58 weitere Menschen.

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