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Schocken mit dem Ebola-Kostüm

An Halloween versucht jeder mit seinem Outfit noch einen draufzusetzen - dabei werden schnell die Grenzen des guten Geschmacks erreicht. Ein Ebola-Kostüm sorgt jetzt für Kritik im Netz.

  Das Ebola-Kostüm stößt in sozialen Netzwerken auf Kritik

Das Ebola-Kostüm stößt in sozialen Netzwerken auf Kritik

Es scheint ein Trend zu sein: Seit einigen Jahren werden die Halloween-Kostüme immer schockierender. Gerne hängt mal ein Augapfel aus der Augenhöhle, der Hals wird von einer klaffenden Schnittwunde geschmückt oder es steckt gleich ein ganzes Sägeblatt im Kopf. Auch sehr beliebt: Der halboffene Reisverschluss im Gesicht, der das blutige Fleisch darunter freilegt. Das Ganze sieht mittlerweile so realistisch aus, dass es einem leicht den Magen umdrehen kann. Verstümmelung und Horror sind zu Halloween längst gesellschaftsfähig - und es wird zunehmend schwerer auf der nächsten Halloween-Party seine blutüberströmten Mitfeiernden noch zu schocken.

Grenzenlos makaber

Wenn aufwendig geschminkte Wunden den gewünschten Effekt verfehlen, hilft oft nur noch der Tiefschlag unter den Kostümen. Dieses Jahr: der Ebola-Schutzanzug. Er hat mit Sicherheit den nötigen Gruselfaktor und schockiert besonderes dadurch, dass sein Träger grenzenlos makaber erscheint. Der Anzug erziehlt einen ähnlich Effekt wie die Nazi-Uniform, die ebenfalls immer wieder Anhänger findet. Der Kostümhändler Brands on Sale hat den Schutzanzug im Angebot und setzt mit grenzwertigen Verkaufsargumenten noch einen drauf: "Sie sind vorbereitet, wenn sich auf Ihrer Halloween-Party ein Ausbruch ereignet." Weiter spricht der Onlinehändler vom "viralsten" Kostüm des Jahres. Selbst in der Halloween-Heimat USA geht einigen der weiße Anzug mit blauen Handschuhen und der Atemschutzmaske aber deutlich zu weit.

Anbieter ist sich keiner Schuld bewusst

Der Anbieter des Ebola-Anzugs scheint sich keinerlei Geschmacksverfehlung bewusst. Der Firmenchef von Brands on Sale sagte gegenüber der amerikanischen Nachrichtenseite "The Atlantic": "Wir gehen Kontroversem nicht aus dem Weg. Sie wären überrascht was Leute in Kauf nehmen, um ihre Freunde zu schocken."

Das Ebola-Kostüm ist bei weitem nicht das einzige umstrittene Halloween-Outfit im Angebot. Die Joan-Rivers-Perücke, nach dem Vorbild der kürzlich verstorbenen Entertainerin, ist ebenfalls im Shop erhältlich. Zusammen mit einem Baby-Kostüm in Form einer Zigarettenkippe. Trotz vereinzelter Kritik werden die makabren Verkleidungen sicher auf so mancher Halloween-Feier auftauchen.

amt

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