Der ehemalige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) ist Opfer von Einbrechern geworden. Die Diebe entwendeten neben Schmuck und anderen Wertgegenständen den Füllfederhalter, mit dem Genscher den Einheitsvertrag unterschrieben hatte.
Der langjährige Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher (FDP) ist Opfer von Einbrechern geworden. Unbekannte Täter stiegen am 11. März in sein Haus in Bonn ein und stahlen Wertgegenstände wie etwa Schmuck von Genschers Frau Barbara, berichtete die "Bild"-Zeitung am Mittwoch. Besonders schmerzlich sei aber für den 84-Jährigen der Diebstahl von mehreren Füllfederhaltern von historischem Wert, darunter jenem Füller, mit dem Genscher den Zwei-plus-Vier-Vertrag zur deutschen Wiedervereinigung unterzeichnet hatte. "An diesen Dingen hänge ich sehr. Sie sind unwiederbringlich und machen einen Teil meines beruflichen Lebens aus. Dieser Verlust schmerzt mich sehr", sagte Genscher der "Bild".
Dem Bericht zufolge befand sich das Ehepaar Genscher zum Zeitpunkt des Einbruchs bei Freunden zum Abendessen. Bei ihrer Rückkehr hätten sie dann sofort den Diebstahl bemerkt. Die Diebe hatten demnach die noch aus Genschers Ministerzeit stammenden Panzerglas-Fenster zu seinem Wohnzimmer aufgehebelt und sich so Zutritt zu dem Haus verschafft. Genscher war von 1974 bis 1992 insgesamt 18 Jahre Außenminister, in seine Amtszeit fielen die internationalen Verhandlungen um die deutsche Einheit.