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6. September 2011, 14:53 Uhr

Polizei befreit Zwölfjährige aus Gewalt ihres Vaters

Dramatisches Ende einer Geiselnahme in Sydney: Ein 52-Jähriger hatte sich mit seiner zwölfjährigen Tochter in einem Bürö verschanzt und gedroht, eine Bombe zu zünden. Als sich die Lage zuspitzte, stürmte die Polizei das Gebäude.

Nach elfstündigem Nervenkrieg ist in Sydney eine Geiselnahme glimpflich zu Ende gegangen. Die Polizei stürmte ein Gebäude, in dem sich ein Mann mit seiner Tochter verschanzt und mit einer Bombenexplosion gedroht hatte. Der 52-Jährige wurde festgenommen. Seine zwölf Jahre alte Tochter sei verstört, aber wohlauf, berichtete die Polizei in der australischen Metropole.

Der Mann war am Morgen in ein Anwaltsbüro gegenüber dem Distriktgericht gestürmt und hatte nach einem Gesprächspartner verlangt, der dort aber gar nicht arbeitete, erzählte eine Mitarbeiterin der Kanzlei den Lokalmedien. Er sei erregt gewesen und habe sich dann mit seiner Tochter in einem Büro eingeschlossen. Der Polizei sagte er, er habe eine Bombe im Rucksack. Das Gebäude und die Umgebung wurden geräumt.

Fernsehsender zeigten den Mann mit freiem Oberkörper und einer Anwaltsperücke auf dem Kopf an einem Fenster. Er drohte, das Gebäude in die Luft zu sprengen. Die Polizei machte zunächst keine Angaben über seine Forderungen. "Gegen Ende liefen die Verhandlungen ins Leere und die Lage eskalierte so weit, dass die Polizei beschloss, das Gebäude zu stürmen", sagte Polizeisprecher Dennis Clifford.

Das Mädchen kam nach Angaben von Augenzeugen Sekunden vor der Festnahme schreiend aus dem Gebäude gerannt. Die Kleine sei in der Obhut ihrer Familie, sagte der Polizeisprecher kurz darauf.

mad/DPA
 
 
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