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Italien kommt nach dem Fall von Sterbehilfe für eine Patientin, die seit 17 Jahren im Wachkoma gelegen hatte, nicht zur Ruhe. Inzwischen ermitteln Staatsanwälte im Fall Eluana Enlaro wegen Totschlags gegen 14 Personen, darunter den Vater und die Pflegerin der Toten.
Der italienische Senat will an diesem Montag über das Schicksal der Koma-Patientin Eluana Englaro beraten. Den Senatoren liegt eine Notverordnung des konservativen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi vor, der damit eine Fortsetzung der lebenserhaltenden Maßnahmen erzwingen will.
Nach dem unerwarteten Tod der Komapatientin Eluana Englaro eskaliert in Italien der Streit um die Sterbehilfe. Katholiken und Liberale stehen sich unversöhnlich gegenüber. Scheinbar versucht Premier Silvio Berlusconi, den Streit für sich zu nutzen: Er bläst zum Angriff auf die Verfassung.
Seit 17 Jahren liegt die Italienerin Eluana Englaro nach einem Autounfall im Wachkoma. Gegen den erbitterten Widerstand der Behörden hatte ihr Vater jahrelang darum gekämpft, dass seine Tochter in Würde sterben darf. Doch als die inzwischen 38-jährige Eluana jetzt für den Eingriff in ein Heim transportiert werden sollte, machten radikale Sterbhilfe-Gegner erneut mobil.
Nach 17 Jahren im Wachkoma soll die Italienierin Eluana Englaro nun sterben. In einer Klinik in Udine sollen die Schläuche für die künstliche Ernährung Eluanas entfernt werden. Sterbehilfe-Gegner protestieren
Seit 17 Jahren liegt die Italienerin Eluana Englaro im Koma. Fast genauso lange kämpfte ihr Vater dafür, dass sie in Würde aus dem Leben scheiden darf; das Oberste Gericht des Landes genehmigte den Wunsch nach Sterbehilfe. Doch nun wurde der Vollzug durch die Regierung boykottiert - zum Entsetzten der Familie.
Der Rosenkrieg im Hause Berlusconi geht weiter: Die Noch-Ehefrau des italienischen Regierungschefs, Veronica Lario, nimmt sich als Anwältin für die Scheidung eine Juristin, die für das Recht der Komapatientin Eluana Englaro auf Sterbehilfe gekämpft hatte - ein Recht, das Silvio Berlusconi der Patientin vehement abgesprochen hatte.
"Ja, sie hat uns verlassen" - mit diesem Satz ihres Vaters ist der jahrelange Rechtsstreit um das Leben Eluana Englaros zu Ende gegangen. Die 38-Jährige Italienerin lag seit einem Unfall vor 17 Jahren irreversibel im Koma. Trotzdem hatte die Regierung Berlusconi dagegen gekämpft, dass ihre Ärzte Eluana sterben lassen. Letztendlich vergeblich.
Als ersten Schritt zur Euthanasie hat die katholische Kirche die Sterbhilfe für die 16-jährige Eluana bezeichnet. Das spektakuläre Urteil eines italienischen Gerichts entfachte einen Proteststurm in Teilen der Kirche und der Politik. In der Bevölkerung wird das Urteil dagegen begrüßt.
Rosenkrieg im Hause Berlusconi: In einer Talkshow ist Italiens Ministerpräsident nun in die Offensive gegangen. Die Vorwürfe seiner Frau seien "absolut falsch", er verkehre nicht mit Minderjährigen. Dennoch hat sich mittlerweile auch die Kirche in den Streit eingeschaltet - zum Leidwesen des Regierungschefs.
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