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23. Januar 2012, 11:39 Uhr

Verschleppte Deutsche angeblich wohlauf

Für zwei bei einem brutalen Überfall in Äthiopien verschleppte deutsche Touristen gibt es Hoffnung. Laut der Rebellenorganisation Arduf sind die Deutschen wohlauf. Nach Verhandlungen könnten sie frei gelassen werden. Unklar sind aber die Forderungen der Entführer.

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Wanderung im Vulkangebiet Erta Ale: Hier wurden die Touristen, darunter mehrere Deutsche, überfallen, getötet, zum Teil verschleppt© Josef Friedhuber/DPA

Eine äthiopische Rebellenorganisation hat sich zu der Entführung zweier Deutscher bekannt. Die beiden seien bei "guter Gesundheit", teilte die Vereinigte Revolutionär-Demokratische Front von Afar (Arduf) am Montag im Internet mit. Bei dem Überfall auf eine 22-köpfige europäische Reisegruppe waren vor knapp einer Woche in der Afar-Region an der Grenze zu Eritrea zwei Deutsche, zwei Ungarn und ein Österreicher getötet worden.

"Wir können bestätigen, dass die deutschen Staatsbürger, die zusammen mit den äthiopischen Soldaten entführt wurden, in Sicherheit und bei guter Gesundheit sind", hieß es in einem Schreiben der Arduf-Rebellen, das am Montag bekannt wurde und das Datum vom Samstag trägt. Die Freilassung könne durch friedliche Verhandlungen erreicht werden. Wo die zwei Deutschen und zwei Äthiopier festgehalten werden, geht aus dem Schreiben nicht hervor. Auch ist unklar, ob es Lösegeldforderungen oder anderen Bedingungen für eine Freilassung geben werde.

Armee angeblich für Tod von Touristen verantwortlich

Für den Tod der fünf Touristen sei die äthiopische Armee verantwortlich, hieß es in dem Bekennerschreiben. Der Überfall stand demnach im Zusammenhang mit einem Feuergefecht zwischen der äthiopischen Armee und Arduf-Kämpfern. Dabei seien 16 äthiopische Soldaten getötet worden, erklärte die Rebellengruppe in dem Schreiben.

Die angegriffene Touristengruppe des deutschen Touranbieters Diamir befand sich auf einer Wanderung am Vulkan Erta Ale. Die Wüstenregion gilt als unsicher, ist bei Abenteuerreisenden jedoch wegen ihrer spektakulären Landschaft beliebt.

dho/AFP/Reuters
 
 
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