Behörden warnen vor schweren Nachbeben

8. Dezember 2012, 09:15 Uhr

Am Freitag erschütterte ein Erdeben der Stärke 7,3 Tohoku. Seismologen befürchten, dass es sich um ein Folgebeben des Erdstoßes handeln könnte, der die Katastrophe von Fukushima verursachte.

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Ein starkes Beben erschütterte den Nordosten Japans und löste einen Tsunami im Gebiet der letztjährigen Fikushima-Katastrophe aus©

Nach dem starken Erdbeben in Japan vom Freitag warnen Experten vor einem möglicherweise noch schwereren Nachbeben. Sollte es sich wie vermutet um ein Folgebeben des Erdstoßes vom 11. März 2011 handeln, sei eine weitere Erschütterung der Stärke von 8,0 möglich, berichtete die japanische Tageszeitung "Asahi Shimbun" am Samstag unter Berufung auf Seismologen. Nach Angaben der Behörden vom Samstag wurden am Vortag durch das Beben der Stärke 7,3 in der nordöstlichen Katastrophenregion Tohoku insgesamt 13 Menschen bei Stürzen verletzt. Größere Schäden an Hafenanlagen, Straßen und öffentlichen Gebäuden habe es aber nicht gegeben.

Anders als bei der Katastrophe vom 11. März 2011, als ein Tsunami in Folge eines Bebens der Stärke 9,0 weite Gebiete verwüstete, 19 000 Menschen in den Tod riss und einen GAU im Atomkraftwerk Fukushima verursachte, verlief es diesmal glimpflich. Eine bis zu einen Meter hohe Welle traf zwar auf Küstenabschnitte der Provinz Miyagi, jedoch ohne neue Verwüstungen anzurichten. Dennoch brachten sich mehr als 20 000 Menschen vorsichtshalber in Sicherheit. Am Abend wurde die Tsunami-Warnung wieder aufgehoben. Auch die Atomkraftwerke in Fukushima und anderen Orten der Region blieben laut der Atombetreiber verschont.

Das Zentrum des Bebens lag am Freitag um 17.18 Uhr (Ortszeit) 240 Kilometer vor der Küste der Provinz Miyagi in einer Tiefe von 10 Kilometern, wie die Meteorologische Behörde meldete. Kurz darauf kam es zu einem weiteren Erdstoß der Stärke 6,2. Es könne sich um Nachbeben des Erdstoßes vom März 2011 gehandelt haben, hieß es.

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