Übergewicht bei Kindern geht leicht zurück

14. Dezember 2012, 17:19 Uhr

Wer mehr Jahre auf dem Buckel hat, bringt auch mehr Kilos auf die Waage, so lautet ein Kernergebnis des neuen Ernährungsberichts. Außerdem greifen die Deutschen immer öfter zu knackigem Gemüse.

Ernährungsbericht, Übergewicht, Senioren, Adipositas, abnehmen, Gemüse, Fleisch, Deutschland, Aigner, Lebensmittel

Der Durchschnittsdeutsche aß im Jahr 2011 um 1,1 Kilogramm mehr Gemüse als im Jahr 2000©

Bei Kindern ist das Übergewicht leicht zurückgegangen, viele Senioren dagegen kämpfen mit den Kilos: Das geht aus dem Ernährungsbericht 2012 der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) hervor. Die Studie wurde am Freitag in Berlin vorgestellt. In fast allen Bundesländern ist das Übergewicht bei Kindern im um bis zu drei Prozent zurückgegangen. Auch die Zahl der als fettleibig eingestuften Kinder ist um bis zu 1,8 Prozent niedriger. "Ein positives Signal, aber ob dieser Trend sich bestätigt, muss sich erst noch zeigen", sagte Ministerin Ilse Aigner (CSU) der "Bild"-Zeitung.

Gemüse im Trend

Nach Angaben des deutschen Ernährungsberichts isst jeder Mann im Durchschnitt pro Woche etwa ein Kilogramm Fleisch und Wurst, empfohlen werden 300 bis 600 Gramm. Allerdings werden nach Angaben des Berichts auch mehr Fisch und Gemüse verspeist: So seien im vergangenen Jahr pro Kopf etwa 25 Kilogramm Gemüse wie Tomaten, Kohl, Rüben, Gurken und Hülsenfrüchte verzehrt worden. Zwischen den Jahren 2000 und 2011 sei der Konsum von Gemüse damit jährlich pro Kopf um durchschnittlich 1,1 Kilogramm gestiegen. Außerdem hat im Jahr 2010 jeder Deutsche nach Auskunft des Ministeriums etwa 16 Kilogramm Fisch verzehrt.

Insgesamt sind etwa 60 Prozent der Männer und 43 Prozent der Frauen in Deutschland zu dick. Vor allem Senioren haben laut dem Bericht Probleme mit Übergewicht: So hätten ca. drei Viertel der Männer und knapp zwei Drittel der Frauen zwischen 70 und 74 Jahren zu viel Gewicht, was auch auf Bewegungsmangel zurückzuführen sei.

Fettleibigkeit als Todesursache

Die DGE erstellt den Bericht alle vier Jahre im Auftrag der Bundesregierung. In einer anderen, internationalen Studie mit dem Titel "Global Burden of Disease Study 2010 (GBDS 2010)", die am Donnerstag in London veröffentlicht worden war, hieß es, dass in den vergangenen zehn Jahren Fettleibigkeit zum großen Problem geworden sei. Lag diese 1990 noch auf Platz 10 der größten Gesundheitsrisiken, ist sie nun auf Platz 6 in der Welt. Mehr als 3 Millionen Todesfälle seien 2010 auf einen zu hohen Body-Maß-Index zurückzuführen gewesen. Daten aus 187 Ländern wurden dafür ausgewertet.

EU-Richtlinie zu Lebensmittelwerbung

Unterdessen macht die Europäische Union (EU) beim Thema Essen und Gesundheit weiter Druck auf die Hersteller: Lebensmittel dürfen nämlich von diesem Freitag an nur noch eingeschränkt mit Gesundheitsbotschaften beworben werden. Eine EU-Richtlinie verbietet es Nahrungsmittelkonzernen, sogenannte Health Claims auf die Verpackungen zu drucken, wenn die Behauptungen nicht wissenschaftlich belegt und von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit genehmigt sind. Beispielsweise darf laut Anne Markwardt von der Lebensmittelorganisation Foodwatch nicht mehr behauptet werden, dass probiotische Joghurts die Abwehrkräfte so stärken, dass sie vor Erkältung schützen.

Zum Thema
Panorama
Noch Fragen?

Neue Fragen aus der Wissenscommunity

  von maily: Beschäftigung von Rentner

 

  von dorfdepp: Wird es in 20 Jahren noch LKW-Fahrer, Lokführer und Piloten geben?

 

  von bh_roth: Win 8.1 Energiesparen

 

  von Gast: WARUM FÜHREN MANCHE KAPSELN ZUR VERSTOPFUNG?

 

  von Gast 98746: Chiptuning Mercedes Benz E 200 T CDI Erstzulassung 06/13

 

  von BitteFreundlich: Welcher Körperteil ist am häufigsten von Osteochondrose betroffen?

 

  von Gast 98742: Altmietvertrag aus der ehemaligen DDR

 

  von Gast: Das iPhone meiner Freundin hat ne seltsame Macke. schwarzer Bildschirm. anrufe kommen rein, man...

 

  von Amos: Muß die Frage nochmal stellen: Überweisung per Online-Banking auf ein Unterkonto bei derselben...

 

  von Gast: Stern-Sudoku-Gewinnspiel

 

  von Gast: Kann man Handelsübliches Jodsalz in ein Fußsprudelbad geben wenn die Haut verletzt ist?

 

  von Gast: zerbrochene Fensterscheibe

 

  von Amos: Wenn zum Bau eines Hauses Wasser aus einem städtischen Hydranten entnommen wird: wie wird das...

 

  von Der_Denis: Kunststoff - warum so schlechtes Image

 

  von Gast 98682: Wenn ich ein Konto in der Schweiz eröffne, wie hoch ist die Mindesteinlage?

 

  von Gast 98680: Welche Programme gibt es für Zuschüsse an gemeinnützige vereine

 

  von Gast 98676: Führerschein vergleischen

 

  von Amos: Mineralwasser aus dem Schwarzwald nennt sich Black Forrest: ist das ein Gag, ein MIßgriff oder...

 

  von Gast 98669: können adoptierte ausländische erwachsene in Bayern studieren?

 

  von Gast 98667: Reisepass abgelaufen