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19. Dezember 2009, 15:44 Uhr

Schüler hat sein Opfer seit Monaten verfolgt

Es war eine skrupellose Tat: Mit mehr als 20 Messerstichen hat ein 21-jähriger Mann in Bremen seine ehemalige Chemie-Lehrerin umgebracht. Das Motiv ist offenbar eine nicht erwiderte Liebe.

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Ein Beamter der Spurensicherung untersucht den Tatort© Ingo Wagner/EPA

Bei der tödlichen Messerattacke auf eine Lehrerin in Bremen hat der Täter mehr als 20 Mal auf sein Opfer eingestochen. Dies sagte Staatsanwalt Uwe Picard am Samstag. Die Staatsanwaltschaft geht von Mord aus. Der 21-Jährige habe die Frau bereits seit April beobachtet, weil er für sie schwärmte und eine Liebesbeziehung wollte.

Der junge Mann lauerte der 35-Jährigen am Freitagnachmittag in ihrer Wohnung im Bremer Stadtteil St. Magnus auf und erstach sie. Der junge Mann habe am Freitagmorgen vor der Schule einen Peilsender für Geodaten am Auto der Lehrerin angebracht. So wollte er erfahren, wann sie an ihrer Bremer Wohnung ankommt, berichtete der Staatsanwalt. Mit dem Fahrrad sei der 21-Jährige dann am Nachmittag mit einem Messer zu seiner ehemaligen Lehrerin gefahren und passte sie am Parkplatz ab.

Er habe sie in die Wohnung zwingen wollen, um ihr tausende Fragen stellen zu können, berichtete Picard. Unter anderem habe er mit ihr über "Sexualität und Nähe" sprechen wollen. Die Lehrerin habe sich aber zur Wehr gesetzt, um Hilfe gerufen. Daraufhin stach der junge Mann wieder und wieder auf sie ein.

Ein Postbote versuchte vergeblich, der Frau zu helfen. Die 35- Jährige hatte keine Chance: Bei der Attacke wurde sie so schwer am Hals verletzt, dass sie noch am Tatort starb. Der junge Mann schnitt sich nach Angaben der Ermittler bei dem grausigen Verbrechen versehentlich selbst. Er rief mit seinem Handy die Polizei und erklärte nach Angaben der Mordkommission: "Ich habe einen Menschen umgebracht." Dann habe er auf die Beamten gewartet und sich widerstandslos festnehmen lassen.

Bis März dieses Jahres war der Täter Schüler an einem Gymnasium im niedersächsischen Osterholz-Scharmbeck, an dem das Opfer unterrichtete. Das Opfer war seine Chemie-Lehrerin. Nach Angaben des Leiters der Mordkommission, Helmut Mojen, habe der Mann sein Opfer seit Monaten beobachtet, weil er für sie schwärmte. Die Lehrerin habe sich immer korrekt verhalten, betonte der Staatsanwalt. 2008 habe sie sich an die Polizei gewandt, weil sie befürchtete, ihr Schüler wolle sich das Leben nehmen. Der als aggressiv bekannte, "auffällige Einzelgänger" habe daraufhin psychologische Hilfe bekommen. Schließlich musste der Mann das Gymnasium ohne Abitur verlassen und ging seit Juli zur Bundeswehr.

Der Täter selbst konnte bisher offenbar noch nicht zum Tathergang befragt werden, da er sich nach nicht bestätigten Informationen anschließend selbst verletzt haben soll. Nach Zeitungsberichten musste er selbst ärztlich behandelt werden.

Niedersachsens Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann zeigte sich schockiert: "Ich bin tief betroffen. Unser Mitgefühl gilt jetzt der Familie, den Angehörigen, den Freunden und dem Kollegium."

Mai/AP/DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 12)
 
Administrator (21.12.2009, 09:53 Uhr)
Liebe User,
Wir schließen die Debatte an dieser Stelle.

Herzliche Grüße,

Ihre stern.de-Admins

1Stejn (20.12.2009, 13:09 Uhr)
multikulti
es gibt also auch deutsche ehrenmorde.
mister-mister (20.12.2009, 08:17 Uhr)
@guenther, @manta etc.
Die wirklichen asozialen A........ haben sich offenbar bei stern.de verabredet.............
arniston (20.12.2009, 06:35 Uhr)
lebenswege ...
eltern, lehrer und teile der gesellschaft
quälen sich in normalität was die demokratie an abschaum übergelassen.
die seele ist vergessen, wir suchen den superstar.
beileid an beide familien , die betroffen.
soondecember (19.12.2009, 22:31 Uhr)
tja wer wird wohl noch Lehrer...
Also wer wird noch Lehrer, die Gewaltbereitschaft ist doch ziemlich gestiegen. Das alltägliche Chaos an den Schulen ist schon extrem, jedenfalls an meinem Wohnort. Das strengt schon an. Aber der Schritt zur Gewalt gegen Lehrer wird doch so häufig überschritten, da fliegt eine Flasche auf die Lehrerin in der Frankfurter Schule usw.... ich mein die tödlichen Exzesse sind nur die Spitze einer unglaublichen Verwahrlosung.
Aber wir machen ja so weiter ..immer so weiter..
Meine Meinung ist: Es wäre Zeit für Korrektur. Jede Schule braucht einen Sicherheitsdienst. Die disziplinlose Streichellehre an Schulen bringt nur Chaos (und manchmal Gewalt).
Es schadet allen, auch den guten Schülern. Es schadet den Armen, den die bringen ihre Kinder nicht auf die Privatschulen, die Disziplinlosigkeit ist unsozial, fördert asoziales Verhalten.
Es wäre Zeit zur Umkehr.
Disziplin ist keine schwarze Pädagogik sondern das Aufrechterhalten einer vernünftigen gesellschaftlichen Ordnung verus Anarchie.
Im Übrigen sollte kein Störer dauerhaft auf der Schule bleiben, das Rausschmeissen der asozialen Dauerstörer sollte ein Muss sein. Wir brauchen auch in Zukunft noch ein paar Leute die ohne Ausbildung Strassen kehren, dafür sollte der Rest ein Anrecht auf funktionsfähige und zivilisierte Schulen haben. Und nicht auf die Anarchie heute.
h-p-t (19.12.2009, 22:28 Uhr)
Mein Beileid an die Familie !
und an die meisten "Vorposter" :
Ihr seid so was von sch**** und pietätlos.
semse (19.12.2009, 21:18 Uhr)
Was nuuu
Integration in die Gesellschaft ist Fehlgeschlagen, wo schieben wir den nun ab ?
Stony2005 (19.12.2009, 17:54 Uhr)
Beileid
Mein Beileid den Angehörigen zum schmerzlichen Verlust.
Guenther100 (19.12.2009, 16:48 Uhr)
Geschmacklos ist die billige Polemik von Rassisten.
Und jeder Mord, egal von wem er begangen wurde, ist ein "trauriger Einzelfall".
Das wir "Vorposter" das ausdrücken wollten, hätte man mit etwas Nachdenken auch erkennen können.
STR_EDDS (19.12.2009, 13:53 Uhr)
@Vor-Poster
Die Abstammung dieses Täters widerlegt weder eine Kriminalstatistik, noch unterstützt sie eine. Es ist ein trauriger Einzelfall und dieser sollte nicht für billige Politik benutzt werden. Das ist geschmacklos. Einfach einmal denken bevor man in die Tasten haut.
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