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Alkohol in Deutschland günstig

Teuer essen, günstig trinken: Während Nahrungsmittel hierzulande ein bisschen teurer sind als im EU-Schnitt, kommt man vergleichsweise billig an Alkohol. Das zeigt eine neue Untersuchung.

  Das Bier ist hierzulande recht günstig.

Das Bier ist hierzulande recht günstig.

Alkohol ist in Deutschland deutlich günstiger als in den meisten Ländern der Europäischen Union. Im vergangenen Jahr lag das Preisniveau für alkoholische Getränke hierzulande bei 82 Prozent des EU-Schnitts. Das ermittelte das europäische Statistikamt Eurostat. Nur in drei EU-Ländern waren Bier, Wein, Schnaps oder andere alkoholische Getränke noch billiger: In Bulgarien zahlt man nur 67 Prozent des EU-Durchschnitts, in Rumänien sind es 75 Prozent und in Ungarn 79 Prozent.

Besonders viel zahlen die Menschen in Finnland für ein Gläschen, nämlich doppelt so viel wie in Deutschland: In Finnland kosten alkoholische Getränke 175 Prozent des EU-Schnitts. Das ist aber immer noch günstiger als im Nachbarland Norwegen, wo man 288 Prozent des Durchschnitts zahlt. Allerdings ist Norwegen kein EU-Mitglied. Auch in Irland (162 Prozent), Schweden (161 Prozent) und im Vereinigten Königreich (143 Prozent) ist Alkoholgenuss überdurchschnittlich kostspielig.

Während Bier oder Wein in Deutschland vergleichsweise preiswert sind, müssen Verbraucher in Deutschland für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke etwas mehr bezahlen als in den Partnerländern. 2012 lag das Preisniveau in Deutschland sechs Prozent über dem Durchschnitt der 27 EU-Länder - auch weil Essen und Trinken im Osten Europas sehr günstig sind und den Schnitt weit nach unten ziehen. Vor allem Fleisch ist in Deutschland relativ teuer (128 Prozent des EU-Schnitts).

Die EU-weiten Preisunterschiede beim Metzger, Bäcker oder im Supermarkt sind nach den Berechnungen enorm. "Das Preisniveau eines vergleichbaren Warenkorbs von Nahrungsmitteln und alkoholfreien Getränken war im Jahr 2012 im teuersten Mitgliedstaat der 27 EU-Länder mehr als zweimal so hoch wie im billigsten Mitgliedstaat", so Eurostat. Das höchste Preisniveau für Lebensmittel hat demnach Dänemark mit 143 Prozent des EU-27-Durchschnitts, gefolgt von Schweden (124 Prozent) und Österreich (120 Prozent). Die niedrigsten Preisniveaus wurden in Polen (61 Prozent), Rumänien (67 Prozent), Bulgarien (68 Prozent) und Litauen (77 Prozent) ermittelt.

anb/DPA/DPA

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