Pjöngjang lässt Olympia-Flamme bejubeln

28. April 2008, 13:13 Uhr

So hat sich das die chinesische Führung vorgestellt: Begleitet von Fähnchen schwingenden, fröhlichen Menschen und strammer Militärmusik ist die olympische Flamme durch Nordkoreas Hauptstadt Pjöngjang getragen worden.

Show für den kommunistischen Bruder: fröhlicher Fackellauf in Pjöngjang©

In Nordkorea haben Zehntausende begeisterte Zuschauer die Durchreise des Olympischen Feuers gefeiert. Begleitet von Militärmusik schwenkten sie nordkoreanische und chinesische Flaggen und jubelten der Flamme auf ihrem 20 Kilometer langen Weg durch die Hauptstadt Pjöngjang zu, wie die staatliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Zuvor hatte das kommunistische Land seinem einzigen noch verbliebenen Verbündeten China eine "erstaunliche Show" versprochen.

Wie erwartet verlief der Fackellauf ohne Zwischenfälle. Frauen in traditioneller Kleidung und Männer in westlichen Anzügen säumten mit roten Plastikblumen in den Händen die Straßen entlang der Strecke, wie auch die japanische Nachrichtenagentur Kyodo aus Pjöngjang berichtete. Die Menschen hätten "Willkommen, Willkommen!" gerufen.

Premiere in Pjöngjang

Der letzte von 80 Fackelträgern beendete laut Xinhua den Lauf mit dem Entzünden eines olympischen Kessels im Kim-Il-Sung-Stadion. Anschließend wurde das olympische Feuer zur nächsten Etappe nach Vietnam geflogen, der letzten Station vor der Rückkehr nach China. Es war das erste Mal, dass ein olympischer Fackellauf auch in dem autoritär regierten und weitgehend isolierten Nordkorea stattfand.

In Südkorea war es am Sonntag trotz strenger Sicherheitsmaßnahmen zu vereinzelten Ausschreitungen zwischen pro-chinesischen und anderen Demonstranten gekommen, die gegen Pekings Tibet-Politik und Abschiebungen von nordkoreanischen Flüchtlingen in China protestiert hatten. Der Olympische Fackellauf hat weltweit Proteste gegen die Menschenrechtspolitik Chinas hervorgerufen. In Kapstadt forderte Erzbischof und Nobelpreisträger Desmond Tutu am Sonntag die Staatschefs der Welt auf, nicht an der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele im August teilzunehmen.

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