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4. Februar 2010, 18:09 Uhr

Radarfalle blitzt mutmaßlichen Polizistenmörder

Eine Radarfalle in Sachsen hat überraschend eine wichtige Spur in einem Mordfall an einem Polizisten geliefert: Der mutmaßliche Täter wurde Ende November im Auto seines Opfers geblitzt.

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Blitzerbild als Fahndungsfoto: Der mutmaßliche Mörder im dunkelgrauen Vectra seines Opfers© Polizei/DDP

Zweieinhalb Monate nach der tödlichen Messerattacke auf einen Brandenburger Polizisten gibt es erste Hinweise auf den mutmaßlichen Täter: Die Staatsanwaltschaft Cottbus veröffentlichte am Donnerstag das Foto einer Radarfalle, auf dem ein 20 bis 40 Jahre alter Mann im Auto des Opfers zu sehen ist. Das Bild wurde nach der Tat Ende November 2009 von einem Blitzer in Ostsachsen aufgenommen.

"Wer kennt den Mann?" - 10.000 Euro Belohnung

Polizei und Staatsanwaltschaft baten die Bevölkerung um Mithilfe bei der Identifizierung des Mannes. Das Auto des Polizisten, ein dunkelgrauer Opel Vectra, war nach dem Tötungsverbrechen im südbrandenburgischen Lauchhammer gestohlen worden. Wenige Stunden später war es verlassen und deutlich beschädigt am Straßenrand bei Blochwitz im Landkreis Riesa-Großenhain in Sachsen entdeckt worden.

"Wir wollen wissen, wer das Auto zwischen dem 23. November 2009 18.30 Uhr und 24. November 4.30 Uhr gesehen hat", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. "Zudem fragen wir: Wer kennt den Mann auf dem Radarfoto?" Für Hinweise hat die Brandenburger Landesregierung 10.000 Euro Belohnung ausgelobt.

Opfer nach Auseinandersetzung erstochen

Der 46-jährige Hauptkommissar war Ende November erstochen in seiner Garage gefunden worden. Die Spuren am Tatort in einem Garagenkomplex am Stadtrand von Lauchhammer deuteten auf eine heftige Auseinandersetzung hin. Noch immer sind allerdings die Hintergründe unklar. Zum Tatzeitpunkt war der Polizist nicht im Dienst und trug keine Uniform. Die Ehefrau des Beamten hatte die Leiche entdeckt. Sie hatte nach ihrem Mann sehen wollen, der länger als angekündigt weggeblieben war.

APN
 
 
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