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7. Juli 2008, 14:27 Uhr

McCanns dürfen Akten einsehen

Die Polizei öffnet die Akten im Fall der verschwundenen Madeleine. Die Ermittler in Großbritannien bewilligten den Eltern des britischen Mädchens die Einsicht in mehrere Dokumente. Jetzt nehmen Detektive ihre Arbeit auf.

Die Dokumente werden nun an die privaten Detektive übergeben, die die McCanns engagiert haben© Vincent Kessler/Reuters

Die britische Polizei öffnet einige Akten im Fall der verschwundenen kleinen Madeleine. Die Ermittler in Großbritannien hätten den Eltern des Mädchens die Einsicht in 81 Dokumente bewilligt, sagte der Sprecher von Kate und Gerry McCann, Clarence Mitchell. Die Eltern zogen daraufhin eine Klage am Obersten Gericht in London zurück, mit der sie die Freigabe der Akten erzwingen wollten. Nach Angaben des Anwaltes der Polizei umfasst der Fall insgesamt 11.000 Dokumente.

Es handle sich bei den freigegebenen Akten um Aussagen von Zeugen, die ganz am Anfang der Ermittlungen eingegangen waren, sagte Mitchell. Die Dokumente gingen nun an die privaten Detektive, die die McCanns engagiert haben. Die Papiere stammen von der Polizei in der Grafschaft Leicestershire, die sich relativ früh nach dem Verschwinden Madeleines in die Ermittlungen der portugiesischen Polizei eingeschaltet hatte.

Madeleine war am 3. Mai 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag aus einer Ferienanlage im Süden Portugals verschwunden. Die Eltern sind seit September Verdächtige in dem Fall, bestreiten aber, etwas mit dem Verschwinden ihrer Tochter zu tun zu haben. Erst vergangene Woche war bekannt geworden, dass die Polizei in Portugal die Ermittlungen eingestellt hat. Medien hatten berichtet, dass es nicht genügend Beweise für eine Anschuldigung der Eltern gebe. Gerry und Kate McCann versuchen seit Monaten, mit eigenen Ermittlungen dem Verschwinden ihrer Tochter nachzugehen.

Die Richterin in London appellierte an den Täter: "Es gibt dort einen Menschen, der weiß, was mit Madeleine passiert ist, und wo sie gefunden werden kann." Er solle "Gnade und Mitleid" zeigen und sich selbst stellen. "Ich hoffe, sie (Madeleine) wird bald gefunden, lebend und gesund." Am Wochenende hatte der ehemalige portugiesische Ermittlungsleiter laut britischen Medienberichten hingegen gesagt, er gehe immer noch davon aus, dass Madeleine tot sei.

DPA
 
 
KOMMENTARE (2 von 2)
 
Georges13437 (07.07.2008, 17:10 Uhr)
Wie es auch kommt es ist immer grausam.
Schuldig oder nicht, es wird hart.
Sollten sie beide doch Schuld auf sich geladen haben, so sind sie auf Gedeih und Verderb, Zeit ihres Lebens aneinander gekettet, wenigstens solange sie schweigen. Trennen sie sich irgendwann einmal, könnte die Wahrheit ans Licht kommen, vorausgesetzt sie sind schuld.
MfG Georges13437
kurter123 (07.07.2008, 16:16 Uhr)
hahaha
"Ich hoffe, sie (Madeleine)" ist nicht wahr. die leser wären nie darauf gekommen:D
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