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31. Juli 2009, 11:21 Uhr

Anklage nach Vierfachmord erhoben

Es war eine kaltblütige Tat am Karfreitag dieses Jahres. Nach dem Familiendrama von Eislingen mit vier Toten hat die Staatsanwaltschaft nun Anklage gegen den 18 Jahre alten Sohn und einen 19 Jahre alten Freund erhoben. Sie wirft beiden Mord aus Habgier vor.

Eisleben, Familiendrama, Anklage, Mord

Das sind vermutlich die Tatwaffen, mit denen auf die Opfer geschossen wurde© Daniel Maurer/AP

Nach dem Vierfachmord von Eislingen in Baden-Württemberg hat die Staatsanwaltschaft Ulm Mordanklage gegen die zwei Tatverdächtigen erhoben. Aus Habgier soll der 18 Jahre alte Sohn der Familie in der Nacht zum Karfreitag gemeinsam mit einem 19 Jahre alten Freund kaltblütig seine Eltern und beiden Schwestern mit insgesamt 30 Schüssen niedergestreckt haben, teilte die Behörde am Freitag mit. Die jungen Männer sitzen in Untersuchungshaft. Der Ältere hatte seine Beteiligung an dem Vierfachmord zugegeben und den 18-Jährigen schwer belastet. Der Sohn der Familie gestand die Tat bislang nur einem Gefängnismitarbeiter.

Laut Anklageschrift wollte der 18-Jährige vor der Tat bei seinen Eltern ausziehen - hatte dafür jedoch kein Geld. Als er im Februar 2009 von seiner Mutter die Vollmacht für ein Konto mit einem sechsstelligen Guthaben erhielt, soll er auf die Idee gekommen sein, seine Familie zu töten und Alleinerbe des Vermögens zu werden.

In der Nacht zu Karfreitag sollen die beiden Tatverdächtigen ihre Opfer schließlich ermordet haben - erst die beiden Schwestern beim Fernsehen, dann die aus einer Gaststätte heimkehrenden ahnungslosen Eltern. Zwischendurch sollen die jungen Männer noch die Eltern in der Gaststätte aufgesucht haben. An Karfreitagvormittag informierte der 18-Jährige die Polizei. Er habe mit einem Freund die Leichen seiner Familie gefunden. Weil die Beamten keine Einbruchspuren entdeckten, gerieten die zwei ins Visier der Ermittler.

DPA
 
 
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