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7. Oktober 2008, 09:35 Uhr

US-Finanzberater erschießt seine Familie

Einst war er ein gefragter Finanzberater, verdiente 1,2 Millionen Dollar im Jahr. Dann verließ ihn sein Glück - und die Hoffnung. In einem Vorort von Los Angeles hat ein 45-jähriger Mann seine Ehefrau, seine drei Kinder und seine Schwiegermutter erschossen. Anschließend tötete er sich selbst. In drei Abschiedsbriefen begründete er die Tat.

Polizisten transportieren eine von sechs Leichen aus dem Haus in Porter Ranch ab, in dem sich die Familientragödie abspielte© Damian Dovargas/AP

Blutiges Familiendrama in einem gutbürgerlichen Vorort von Los Angeles: Ein 45 Jahre alter Mann hat seine Ehefrau, die gemeinsamen drei Söhne sowie seine Schwiegermutter erschossen und sich dann selbst das Leben genommen. Der arbeitslose Finanzberater sei offenbar über seine Situation "verzweifelt" gewesen, teilte die Polizei nach Angaben der "Los Angeles Times" am Montag mit. Mitte September habe sich der Mann eine Pistole gekauft, sagte Polizeichef Michael Moore. Die Waffe wurde neben der Leiche des Familienvaters gefunden.

Nachbarn war aufgefallen, dass die Familie seit Tagen nicht mehr aus dem Haus gegangen war. Sie informierten die Polizei, die sich gewaltsam Zutritt zum zweistöckigen Haus im spanischen Stil verschaffte. Den Beamten bot sich ein Bild des Grauens: In den Schlafzimmern des großzügigen, zweistöckigen Hauses lagen die Toten in den Schlafzimmern: die drei heranwachsenden Söhne, sieben, zwölf und 19 Jahre alt, die 70-jährige Schwiegermutter und die 39-jährige Ehefrau. "Es sieht so aus, als ob er erst seine Familie tötete und sich dann selbst das Leben nahm", sagte ein Polizist der "Los Angeles Times".

Drei Abschiedsbriefe mit Geständnis und Testament

Der Fünffach-Mörder hinterließ den Angaben zufolge drei Abschiedsbriefe. Einen an die Polizei, in denen er zugab, seine Angehörigen getötet zu haben und die Tat mit seinen wirtschaftlichen Schwierigkeiten begründete. Ein zweiter war an Freunde und Verwandte adressiert. Im dritten Brief befand sich sein Testament.

Nachbarn zufolge wohnte die Familie indischer Abstammung seit zwei Jahren in dem Villen-Viertel im San Fernando Valley, nördlich von Los Angeles. Sie seien eine nette Familie gewesen, nichts habe auf eine solche Tragödie hingedeutet, sagte eine Nachbarin.

DPA/AP
 
 
KOMMENTARE (6 von 6)
 
Vincent_Vega (07.10.2008, 22:40 Uhr)
Zu überflüssigen Kommentaren
es stimmt, es gibt nicht wenige Kommentare, die überflüssig sind; aber im Forum scheint nur einer von denen übrig geblieben zu sein.
So fies es auch klingen mag, dass "nur" einer sterben sollte: wenn schon einer Selbstmrod begehen will, soller diesen nicht noch "erweitern". Das Wort "Erweitern" finde ich nämlich noch zynischer als alle anderen Kommentare.
Wenn sich schon jemand für einen Looser hält, soll er wenigstens nicht noch die Familie mitnehmen. Da wäre ein als Unfall vorgetäuschter Selbstmord noch annehmbarer, da eventuell die Familie wenigstens noch finanziell versorgt sein könnte.
Ein Betrug zugunsten der Familie wäre jedenfalls besser als die Familie die nichts dafür kann, auszulöschen.
severit (07.10.2008, 17:35 Uhr)
@bibi
ich kann dich da nur voll unterstützen.
Es ist ekelerregend, wie hier einige die Anonymität des Internets nutzen, um solche stumpfsinnigen und abstoßenden Kommentare zu einer solchen Familientragödie abzugeben (und sich dabei teilweise auch noch witzig finden)
Ich hatte in letzter Zeit das Gefühl, dass die Kommentare bei stern.de teilweise besser werden als die Beiträge selber. Soeben wurde ich eines Besseren belehrt.
Schämt Euch!
bibi_37 (07.10.2008, 17:29 Uhr)
Bei allem Respekt...
kann ja verstehen, dass so mancher Genugtuung empfindet, dass neben den normalen Bürgern auch einige Börsenspekulanten jetzt die Suppe auslöffeln müssen, die sie sich selbst eingebrockt haben, aber die Häme und Boshaftigkeit einiger Kommentatoren hier ist doch erschreckend und zeigt erst richtig, in was für einer Welt wir eigentlich leben. Das hat mit schwarzem Humor nichts mehr zu tun. Der Extremkapitalismus ist nur eine Seite der schlimmen Entwicklung unserer Welt. Die grenzenlose Schadenfreude und Häme vieler Menschen ist eine weitere. Es geht hier immerhin um den sinnlosen Tod einer ganzen Familie. Einige Kommentare hierzu sind einfach nur daneben oder schlicht ekelhaft.
Gisella (07.10.2008, 12:42 Uhr)
@Samson 40
Und das nennt man "Schwarzen Humor". O.K.-nichts gespart-aber seine Familie mit in den Tod genommen??Gemein.
Leseratte79 (07.10.2008, 10:16 Uhr)
Warum
können solche Menschen nicht einfach allein in den Tod gehen? Warum zwingen sie andere mit ihnen dahinzuscheiden?
Samson40 (07.10.2008, 10:03 Uhr)
Andersrum wirds schwierig....
"Es sieht so aus, als ob er erst seine Familie tötete und sich dann selbst das Leben nahm"
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