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19. Februar 2008, 10:48 Uhr

US-Kirche ruft zu Sex-Wettbewerb auf

Göttlicher Sex einmal anders: In Florida hat eine Kirche wegen der hohen Scheidungsraten einen Sex-Wettbewerb gestartet: 30 Tage lang sollen verheiratete Gemeindemitglieder täglich Beischlaf im Namen des Herrn vollziehen. Es gibt sogar einen Leitfaden - mit interessanten Höhepunkten.

Auf der Homepage der Relevant Church wird für die "Sex-Challenge" geworben© www.relevantchurch.com

Sex mit Gottes Wille: Eine protestantische Kirche in Florida hat ihre verheirateten Mitglieder dazu aufgerufen, an jedem Tag im Monat Sex zu haben. Pfarrer Paul Wirth startete jetzt einen entsprechenden Appell mit dem Ziel, die hohen Scheidungsraten zu drücken. "Die Leute haben nicht genug Sex", erklärte die Relevant Church auf ihrer Webseite. "Ein großartiges Sexualleben ist eine Herausforderung und erfordert Beachtung, Entschlossenheit und Planung." Dies sei auch der Wille Gottes. Die "Relevant Church" in Ybor City wendet sich mit ihren Gottesdiensten vor allem an Studenten, Berufstätige und junge Familien.

Auf seiner Homepage relevantchurch.com ruft die Kirche Paare dazu auf, sich zu dem Wettstreit anzumelden und 30 Tage lang täglich miteinander zu schlafen - allerdings nur, wenn sie verheiratet sind. Singles sollen stattdessen 30 Tage lange auf Sex verzichten. In einem Blog können sich die sexwilligen Paare und enthaltsamen Singles einen Leitfaden runterladen, der neben einem Kalender zum Abhaken des Tagespensums die zehn wichtigsten emotionalen Bedürfnisse in einer Partnerschaft erklärt: Neben Offenheit, Ehrlichkeit und guten Gesprächen gibt es dort den diskreten Tipp, dass man sich für den Partner attraktiv halten soll - z. B. mit Sport, Diäten oder einem schicken Haarschnitt. Bibelstellen für die geistige Erfüllung Um die Paare nicht nur körperlich zu beschäftigen, gibt es in dem Eherettungs-Ratgeber für jeden geschafften Tag Fragen, mit denen sich die Partner auseinander setzen müssen. So sollen die Ehepaare am 11. Tag überlegen, auf welche Weise sie ihrem Partner mitteilen, dass sie Lust auf Sex haben. Für die spirituelle Erfüllung liefert der Ratgeber passende Stellen aus der Bibel, die begleitend dazu gelesen werden sollten.

Wenn es die Paare nicht auf die erwünschten 30 Mal Beischlaf schaffen, müssen sie sich trotzdem nicht um ihr Seelenheil sorgen. "Wir werden zum Schluss sicher nicht die 'Hausarbeiten' der Paare benoten", sagte Pfarrer Paul Wirth der Onlineausgabe der Zeitung "St. Petersburg Times". Aber selbst wenn die Paare nur dreimal Sex in der Woche schaffen, werde sich ihre Beziehung verändern. Doch die Kirche spekuliert noch auf andere fruchtbare Nebenwirkungen: Wirth hofft, dass die Pro-Sex-Kampagne mehr Menschen in seine Kirche lockt - vor allem solche, die sonst niemals gekommen wären.

Angelika Dehmel mit AP
 
 
KOMMENTARE (10 von 15)
 
Dirk_37 (21.02.2008, 02:50 Uhr)
@chatahootchee
Eine Frage: welcher Kommentar war Ihrer wertvollen Meinung nach hier gegen die USA gerichtet?
Einfach mal den gerne zitierten Antiamerikanismus raushängen lassen ist nicht viel, wenn Sie den Menschen hier Ihr Amerika schmackhaft machen wollen!
Übrigens, schöne Grüße aus den USA;Dirk
chatahootchee (19.02.2008, 18:12 Uhr)
ANMASSEND
wie so oft, die lieben Kommentatoren in Deutschland, weit weg von der Realitaet in den USA.
Glauben ist Privatsache und wenn die Leute hier in die Kirche gehen, dann ist es auch privat und freiwillig. Wie Johann58 schreibt, gibt man der Kirche hier eine Spende und muss keine Zwangskirchensteuer ala D abfuehren. Wo, liebe Nicht-Glaeubige, bleibt da Euer Aufschrei?
Johann58 (19.02.2008, 14:59 Uhr)
Nachgedacht
Der Pfarrer oder was auch immer er ist hat Nachgedacht. Sein Schluss mag ja nicht von jedem verstanden oder akzeptiert werden, aber in einem Land in dem es nicht ungewoehnlich ist 4 oder 5 mal verheiratet zu sein und auch auf schon einmal abgelegte Ehepartner wieder zurueckzugreifen, hat man eben auch mal ungewohnliche Ideen. Andererseits muss man die Religion in den USA kennen, die alles Moegliche versuchen muessen um Kunden zu bekommen, hier gibt es keine Kirchensteuer und jeder kann eine Kirche gruenden und steuerfrei Umsaetze machen, wenn sich genuegend Leute finden, die in die Kirche kommen und spenden.
RomanTicker (19.02.2008, 14:35 Uhr)
Religion
Die hier zitierten Fehler der Religionen wurden von Menschen begangen. Die Religion war und ist immer nur ein vorgeschobener Grund für Kriege, etc.
Man darf auch nicht den Glauben an einen Gott mit den starren Ansichten einer Kirche oder Religion verwechseln. Die Wissenschaften sind immer besser in der Lage die Abläufe in der Natur und dem Universum nachzuvollziehen, aber das heißt nicht, dass dies keine Werke einer höheren Macht sind.
Man stelle sich nur mal vor, dass die Maschinen und Robotor immer weiter entwickelt werden und dass sie in Zukunft selbständig neue Roboter bauen können. Wenn dann die Menschen aussterben und ein Alien kommt zur Erde und sieht Roboter, die andere Roboter bauen, dann kann es natürlich verstehen, wie die Roboter entstehen. Aber das Alien kann nicht wissen wie alles angefangen hat. Es wäre ziemlich naiv von dem Alien zu denken, es wäre immer so gewesen, dass Roboter von Robotern gebaut wurden. Es wäre noch naiver zu glauben, die ersten Roboter wären per Zufall entstanden. Die eigentliche Frage ist philosophischer Natur. Wie ist alles entstanden und vor allem wie ist das Leben entstanden. Je genauer unsere Wissenschaftler diese Vorgänge untersuchen, umso genauer erfahren sie, wie es vonstannten ging, aber der Auslöser wird immer unbekannt bleiben. Es ist schlicht und ergreifend nicht erklärbar, wie und warum das erste Leben entstanden ist. Da gibt es Theorien, die aber genauso wenig schlüssig sind wie die Idee, dass es eine höhere Macht gibt.
alwo (19.02.2008, 13:45 Uhr)
S.H.
Mit Sicherheit möchte ich Sie weder in die Klapsmühle stecken noch als dumm darstellen. Es ist aber erwiesen dass der Trend auch bei Wissenschaftlern und "ehrlichen Politikern", sofern es welche gibt, in Richtung Atheismus gedreht hat. Persönlich kenne ich sogar einen Pfarrer, der diesen Beruf ausübt, um etwas Nettigkeit und philosphische Grundlagen des Zusammenlebens an die Leute zu bringen....da er aber wie so manche Vertreter dieser Botschaften nicht nur einmal über den Durst trinkt, hat er mir in schwachen Momenten "gebeichtet", dass er längst abtrünnig geworden ist wie viele seiner Kollegen auch. Mich vorschnell als arrogant abzutun ist wiederum eine dieser negativen Ausartungen der Religion....nur keine Toleranz gegenüber Ungläubigen!
Meinen 5 Kindern habe ich auch das Christkind , Miss Piggy oder Schwammkopf ausgeredet....etwas zu verstehen und realistisch denken zu können erfordert eben einen gewissen Reifezustand...und wenn man endlich die Scheuklappen der jahrhundertelangen Manipulation durch Religion in der Schule abgelegt hat....dann versteht man vieles besser.
sportartmakler (19.02.2008, 13:38 Uhr)
doch nicht so prüde?!
@bergsteiger: klingt ja geheimnisvoll? etwas wertvolles verpassen wir also? die erlösung oder die kirchensteuer? tut mir leid, aber ich kann bei solchen themen nicht lange ernst bleiben, zumindest nicht wenn mein gegenüber sich voll und ganz seiner religion verschreibt und mehr oder weniger von oben auf die ungläubigen schaut. so wirkt nämlich ihr geschreibsel vom wertvollen.
bernie-abg (19.02.2008, 13:21 Uhr)
Ehepaare sollen...
...Sex machen? Singles sollen Enthaltsamkeit üben?
Klingt nach 'ner Menge Arbeit für die Anti-Diskriminierungs-Vereine.
;-)
S.H. (19.02.2008, 13:21 Uhr)
P.S.:
man muß es wohl immer wiederholen: JA, es wurde viel Unrecht im Namen Gottes angerichtet. Gläubige sind auch keine perfekten Menschen.
Und weil es Pädophile Priester gibt, ist die Religion Blödsinn? Krieg (Kreuzzüge) ist mit dem Christentum auch nicht zu rechtfertigen.
Auch dass Religion für Schwächlinge sei, ist Blödsinn. Ich finde es eher schwach, nicht an ein Leben nach dem Tod zu glauben. Weil es nämlich viel einfacher ist. Dann kann man in diesem Leben auch anstellen was man will, es gibt ja nichts danach, worauf sich die jetzigen Handlungen auswirken würden...
S.H. (19.02.2008, 13:13 Uhr)
überheblich
Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich überheblich und, um mal DAS Wort der der Kritiker zu benutzen, intolerant, wie Menschen, die an Gott glauben, als arme Irre, die in die Klapsmühle gehören, bezeichnet werden.
Es gibt ne Menge bedeutender Persönlichkeiten (auch aus der Wissenschaft), die an Gott glauben. Die gehören dann wohl auch in die Klapse...
Glaube ist keine Frage des IQ. Gott ist auch nicht unvereinbar mit unserer Wissenschaft.
alwo (19.02.2008, 13:07 Uhr)
malt
Mit oder ohne Rechtschreibfehler...Malt hat recht. Religion ist nichts anderes als ein künstliches Fundament für Schwächlinge, die mit dem Prozess der Vergänglichkeit Probleme haben. Wurde nicht schon Darwin praktisch seiner Existenz beraubt durch religiöse Fanatiker, viele vermeintliche Hexen im Namen Gottes auf sadistische Art und Weise gefoltert und verbrannt....nicht zu schweigen von den vielen pädophilen Vertretern Gottes, dessen Dunkelziffer nicht abzuschätzen ist. Noch heute sind die meisten Kriege aus Religionskonflikten entstanden und solange Menschen der Realität des Seins und Vergehens davonzulaufen versuchen....solange werden es Opfer im Namen irgendeines imaginären Phantoms geben.
Und bevor jemand aus den Alpen kraxelt....ich bediene mich der alten Rechtschreibung....als Franzose habe ich das nicht besser gelernt....
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