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8. Oktober 2008, 08:04 Uhr

Deutsche Touristen sterben in Nepal

Beim Anflug auf den Flughafen von Lukla in Nepal geschah es: Eine Maschine der Yeti Airlines zerschellte bei der Landung und ging in Flammen auf. Unter den 18 Todesopfern befinden sich auch zwölf Mitglieder einer deutschen Reisegruppe.

Einziger Überlebender: Der Pilot der Unglücksmaschine wird in eine Klinik gebracht© Pradeep Shreshta/AFP

Beim Absturz einer kleineren Passagiermaschine auf dem Flughafen Lukla im Himalaja auf knapp 3000 Metern Höhe sind 18 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Opfern befanden sich auch zwölf Deutsche. Das bestätigte der Chef der staatlichen Flugsicherung, Mohan Adhikari, der Deutschen Presse-Agentur (DPA). Die Reisenden gehörten einer Gruppe des Münchner Trekking-Tour-Veranstalters "Hauser Exkursionen" an.

Das zweimotorige Flugzeug der Yeti Airlines war am Mittwochmorgen in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu gestartet. Der 150 Kilometer nordöstlich gelegene Flughafen Lukla zählt zu den gefährlichsten der Welt, da die Start- und Landebahn an der einen Seite von einem steilen Abhang, an der anderen von einer Felswand begrenzt wird. Plötzlich auftretender Nebel könnte nach Einschätzung der Flugsicherung ein Grund für den Absturz gewesen sein. Michael Schott, Geschäftsführer des Reiseveranstalters Hauser, berichtete dagegen, nach seinen Informationen sei das Wetter gut gewesen. Andere Maschinen seien zum gleichen Zeitpunkt problemlos in Lukla gelandet.

Insgesamt befanden sich 19 Menschen an Bord der Maschine. Nur der nepalesische Pilot habe das Unglück überlebt und sei in ein Krankenhaus gebracht worden, so Adhikari weiter. Die deutschen Opfer, unter ihnen sechs Frauen, stammen aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Sachsen. "Die Gruppe ist von uns. Wir sind geschockt", sagte eine Sprecherin des Reiseveranstalters Hauser. Außer den Deutschen, die eine zweieinhalbwöchige Trekkingtour gebucht hatten, kamen zwei Australier sowie vier Nepalesen bei dem Unglück ums Leben. Zwei der Nepalesen waren Besatzungsmitglieder.

Bei der Landung abgestürzt

Den Angaben zufolge blieb die Maschine bei der Landung auf der nur etwa 500 Meter langen Bahn an einem Sicherheitszaun hängen und ging in Flammen auf. Bei dem Flugzeug handelt es sich um eine kanadische Propellermaschine vom Typ Twin Otter. Die genaue Unfallursache werde derzeit untersucht, erklärte Adhikari. Nach Berichten von Augenzeugen brannte die Maschine aus.

Ein örtlicher Journalist, Suraj Kunwar, sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass die Sicherheitskräfte rund zwei Stunden gebraucht hätten, um den Brand zu löschen. Hunderte Urlauber und Einheimische hätten die Rettungsaktion verfolgt, viele seien in Tränen ausgebrochen. Das Auswärtige Amt in Berlin teilte mit, die deutsche Botschaft vor Ort sei eingeschaltet und bemühe sich mit den nepalesischen Behörden um Aufklärung.

Für Bergsteiger und Touristen ist der Tenzing-Hillary-Flughafen in Lukla der zentrale Zugang zur Bergregion um den Mount Everest. Die private Fluggesellschaft Yeti Airlines wurde 1998 gegründet und fliegt nach eigenen Angaben vor allem entlegene Ziele in Nepal an.

AFP/DPA
 
 
KOMMENTARE (10 von 29)
 
OnkelHo (09.10.2008, 18:16 Uhr)
@alwo
Ihre zitierten "inneren Schubläden" scheinen bei Ihnen arg verschoben zu sein, bei all dem Quatsch und den offensichtlichen Lügen, die Sie hier verbreiten. Angefangen von "Bodybuilding" bis "Blasen". Was haben solche niveaulosen Angebereien denn hier zu suchen? Fast wie im Kindergarten. Sie beleidigen damit die Toten. So was fällt gerne auf einen zurück.
vubler (09.10.2008, 16:35 Uhr)
Pauschaltourist oder individuell
....über 2/3 dumm, arrogant, und eben irgendwie aus einer Wegwerfgesellschaft--->
über wen reden Sie? über den Touristen, der sich für Kultur und Traditionen anderer Länder interessiert oder über Otto Normalverbraucher, der im Neckermann Bunker sitzt (vielleicht noch in Thailand und die Leute wie Tiere im Zoo betrachtet), über die schenkelklopfer des Alleiununterhalters lacht, seinen deutschen Sauerbraten auf der Speissekarte findet und mit allerhand Tourifolklore zugemüllt wird? Das ist für mich Lower Class behaviour! Respekt vor jedem, der seinen Arsch und seinen Horizont mal aus unserer zynischen Gesellschaft verabschiedet.
Ist es der Neid der Abgestumpften, dass Sie nie aus Ihrem kleinbürgerlichen/kleinkarriertem Leben herausgekommen sind?
alwo (09.10.2008, 13:38 Uhr)
bibi-37
Ja die Angehörigen...die haben das eigentliche Mitgefühl verdient...und Hilfe im Falle von Kindern. Im Nachhinein muss man jedoch abwiegen ob 2 Wochen Feeling dies wert waren in vielen Familien Narben zu hinterlassen. Ebenfalls haben Sie Recht mit dem Tropfen auf dem heissen Stein. Da ich 4 Söhne habe (4 bis 19 ) versuche ich Respekt vor der Natur zu übertragen und in gewisser Form (uns geht es gut) ein Stück vom Kuchen an Bedürftige abzugeben. Ein Kommentator hat uns sogar mit Religionsquatsch zu belehren versucht...bin leider Athéiste (gibt's das in deutsch). Wenn man ohne Handy, Pc usw. in der abgeschiedenen Natur Europas angeln kann, seine inneren Schubläden frisch sortiert..die Zivilisation abseits lässt....so merkt man dass in unseren Ländern die Schönheit der Natur, Berge in nichts gegenüber anderen Ländern hinterherhinkt.
Irgendwie habe ich jetzt keine Lust mehr noch etwas hinzuzufügen....lol....wir sind nicht nur wenig vom Thema abgekommen...nichts für ungut
bibi_37 (09.10.2008, 13:09 Uhr)
Sehr lustig, selten so gelacht....
@provocateur: Sie kommen sich wohl ganz toll vor. Schön für Sie, dass so eine Tragödie zu Ihrer persönlichen Belustigung beiträgt. Da fehlen mir echt die Worte.
@alwo: das ist ja alles überaus lobenswert. Wie gesagt, gehöre ich auch zu den Leuten, die etwas tun möchten, auch wenn das alles leider nur Tropfen auf den heißen Stein sind. Trotzdem verstehe ich nicht, wieso Sie hier alle über einen Kamm scheren und kalt bleiben beim Tod von diesen Ihnen doch völlig unbekannten Wanderern. Der eine gibt Geld aus für sein Haus auf dem Land und fürs Angeln, der andere möchte mal in einer besonders beeindruckenden Landschaft wandern. Jeder von uns gibt doch für irgendwas Geld aus, das er genauso gut spenden könnte, oder? Da sind Sie doch bestimmt genauso wenig wie ich eine Ausnahme. Und deshalb haben wir auch kein Recht vorschnell zu urteilen. Auch aus Rücksicht auf Opfer und Angehörige. Bestimmte Arten von Tourismus haben auch positive Seiten und ernähren dort einige Menschen. Natürlich gibt es auch viele Negativ-Beispiele, aber so eines kann ich hier beim besten Willen nicht erkennen.
provocateur (09.10.2008, 12:27 Uhr)
Lustig...
Sehr lustig, wie überaus absehbar sich dieser Kommentar-Thread nach meinem Ersteintrag entwickelt hat. Cheers, agent provocateur...(;-)... Im Grunde genommen haben wir alle dummgeschwätzt.
alwo (09.10.2008, 12:22 Uhr)
bibi-37
Beweihräuchert habe ich mich in dem Sinne dass man hier sozusagen bei gewissen Vorurteilen genötigt ist, sich auf diese Art und Weise zu verteidigen. In keiner Zeile habe ich erwähnt in solchen Ländern gewesen zu sein. Eine Bekannte von uns ist bei "médecins sans frontières" tätig im Mali...sie ist auch mit einem Tuareg verheiratet. In diesem Land gibt es eine Augenkrankheit die sich Retinoschisis nennt...auch Armenblindheit genannt. 4 Monate des Jahres arbeitet sie als Touristenführerin im Mali , 4 Monate praktiziert sie dort als Arzt-Hilfe und die anderen Monate wohnt sie in Montpellier und sammelt in Frankreich Schreibzeug und Bücher (dort wird französisch gesprochen). Beim Sammeln von Kleidung und Medikamenten sind wir behilflich das ganze Jahr über.
Die härtesten Monate sind für sie aber die mit den Touristen ....über 2/3 dumm, arrogant, und eben irgendwie aus einer Wegwerfgesellschaft. Erstaunlicherweise kommen die Deutschengut weg (wenn ich gut gehört habe.....was mich wundert bei den meisten Kommentaren hier). In gewissen Zeitungen hat sie auch schon Berichte geschrieben mit Fotos...und auf Vox war ein Bericht über diese Krankheit. Und nun warte ich wieder auf einen Angriff von den ach so weltmännischen Kommentatoren....irgendwie belustigt es mich mittlerweile
bibi_37 (09.10.2008, 11:40 Uhr)
@alwo
...frei nach dem Motto was juckt mich mein Geschwätz von gestern...
Gestern haben Sie sich hier noch selbst beweihräuchert und behauptet, dass Ihre Freunde und Sie selbst so wahnsinnig engagiert sind und in solche Länder reisen, um dort Hand anzulegen. Jetzt lese ich, dass Sie noch nie über Europa hinausgekommen sind. Hab ich da was verpasst? Anabolika?
OnkelHo (09.10.2008, 11:23 Uhr)
@ alwo
Ein Franzose …
alwo (09.10.2008, 11:14 Uhr)
vubler...keine Ahnung...aber mitreden
Genau...Sie haben den Nagel auf den Kopf getroffen und da ich mich auch von Ihnen anvisiert fühle, glaube ich das Recht zu haben, Ihnen antworten zu dürfen. Als kleinbürgerlicher Sesselfurzer (um sich in Ihrer Art Humor auszudrücken) darf ich sagen dass ich als Bürohengst nie aus Europa raus war, was mir auch nicht leid tut. Als Kontrast (weiss mich nicht besser auszudrücken, da ich Franzose bin und auch dort wohne) betrieb ich jahrelang Bodybuilding (wow...Doping) und Angeln (habe ganz Europa gesehen ...auch England und Schottland). Bevor ich mich in ein anderes Land begebe ist es mir wichtig die dort erlernte Sprache zu erlernen (spreche 4 fast perfekt). Mittlerweile bin ich in dem Sinne genügsam dass ich mit 50 Jahren auf dem Lande eine Farm gekauft, fahre fast jeden Tag 30 km Rad und sehe seit Jahren keinen Stammtisch. Von Blasen hat meine Frau mehr Ahnung als ich und von Tuten anscheinend Sie. Jedes Jahr sterben hier in Frankreich durchschnittlich 1500 Autofahrer...über die Haelfte durch Rasen oder Alkohol . Diese tun mir auch nicht leid (ach wie kaltherzig...Empörung pur). Wenn jedoch eine unschuldige Familie beteiligt ist, habe ich Mitgefühl.
Schauen Sie mal einen Bericht von Messner an....wie verseucht mit Müll schon diverse Berge sind, Nepal eingeschlossen...ich weiss wovon ich rede weil als Angler keine Tag vergeht an dem ich nicht Dosen, Papier und viele andere Sachen von sogenannten Touristen wegräume.
OnkelHo (09.10.2008, 11:07 Uhr)
@olga
Schon mal über ein paar christliche Denkansätze nachgedacht? Jesus muss für Sie ja ein echter Looser sein, oder? Was der alles für einen Müll über Nächstenliebe und Mitgefühl von sich gegeben hat, der Mann …
 
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