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3. Dezember 2009, 10:21 Uhr

Hätte das FBI den Amokläufer stoppen können?

Auf 32 Anklagen wegen versuchten Mordes kommt Nidal Malik Hasan, der Amokläufer von Fort Hood. Dem Militärpsychater droht die Todesstrafe. Möglicherweise hätte seine Tat verhindert werden können. Es gab Ermittlungspannen.

Nidal Malik Hasan, Fort Hood, Amoklauf

Amokläufer Nidal Malik Hasan auf einem alten Foto. Ihm droht die Todesstrafe© AFP

Gegen den mutmaßlichen Todesschützen der Militärbasis Fort Hood sind weitere Anklagen verhängt worden. Ein Militärgericht erließ am Mittwoch (Ortszeit) 32 Anklagen wegen versuchten Mordes - zusätzlich zu den bestehenden 13 Anklagen wegen Mordes. Wird der Armeepsychiater Nidal Malik Hassan schuldig gesprochen, droht ihm die Todesstrafe. Unterdessen kam bei den Ermittlungen heraus, dass es vor der Tat Pannen bei den Sicherheitsdiensten gegeben hat, die möglicherweise verhindert haben, dass die Fahnder vorzeitig gegen den US-Soldaten vorgehen konnten.

Nach Berichten des Radiosenders NPR hat das Büro der US-Bundespolizei FBI in San Diego 18 E-Mails abgefangen, die der Muslim an einen berüchtigten Hassprediger im Jemen, Anwar al-Awlaki, geschickt hatte. Die Sicherheitsbehörden in Washington hätten aber lediglich zwei dieser Nachrichten zu Gesicht bekommen. Besonders eine E-Mail sei den Behörden nicht weitergeleitet worden. Darin erwähnt Hasan einen muslimischen US-Soldaten, der zu Beginn des Irak-Kriegs in Kuwait eine Granate in eine Gruppe von Kollegen geworfen hatte. Zwei Soldaten starben bei der Attacke, 14 wurden verletzt. In seiner E-Mail soll Hasan den Imam gefragt haben, ob er diesen Täter als Helden bezeichnen würde.

Das Motiv ist weiter unklar

Der 39-Jährige Hasan hatte am 5. November auf dem Militärgelände in Texas zwölf Soldaten und einen Zivilisten erschossen sowie 42 Menschen verletzt. Der Armeepsychiater war dort zur Untersuchung von US-Soldaten abgestellt, die entweder auf dem Weg zu einem Einsatz waren oder nach Hause zurückgekehrt waren. Er selber stand kurz vor seiner Entsendung nach Afghanistan.

Noch immer gibt es Unklarheit über Hasans Motiv. Soldaten und Freunde des mutmaßlichen Amokschützen berichteten, dass er sich mehrfach erzürnt über die Militäreinsätze der USA in Afghanistan und im Irak geäußert habe. Er habe die Einsätze als Krieg gegen die muslimische Welt empfunden.

DPA
 
 
KOMMENTARE (4 von 4)
 
Malt (03.12.2009, 17:18 Uhr)
@sojus16
Ich will damit sagen, dass das Urteil schon fest steht - er wird 100%ig zum Tode verurteilt werden... und der Prozess wird nur nochmal dafür hergenommen werden, um ihr als "einen der anderen" darzustellen, also nicht als "einen von uns" (also einen guten)... dieser Prozess wird einzig und alleine dazu dienen, ihn möglichst als verblendeten Extremisten darzustellen! Ich meine, es passt halt schlecht in's Bild der US Armee, dass ein Soldat (der uns schließlich vor den bösen Terroristen schützen soll) plötzlich zur Bedrohung der eigenen Leute werden kann - und warum. Ein weit verbreitetes und ebenso ständig verschwiegenes Thema in den USA ist z.B., dass Veteranen aus dem Irak/Afghanistan zuhause kollektive Selbstmorde begehen... nur da trifft es halt meistens die Familien... und darüber liest man höchstens Randnotizen... und ich glaube, dass man hiervon, wenn es eben kein Moslem gewesen wäre, weit weniger mitbekommen hätte als es hier der Fall ist.
Schnaafpaaf (03.12.2009, 16:23 Uhr)
Der "gute Moslem"
hat 13 Menschen ermordet und 42 Menschen verletzt! Reicht das noch nicht?
Nun müssen noch die üblichen "Allah ist groß.." und so weiter Rufe kommen und für die Gutmenschen abendländischer Prägung ist alles in Ordnung.
ZUM KOTZEN!
sojus16 (03.12.2009, 15:43 Uhr)
@Malt...
Ich verstehe deine Frage nicht.
In den USA wird, insbesondere von Militaergerichten, bei solchen Taten, je nach Bundesstaat, die Todesstrafe verhaengt...
Ob dies gerechtfertigt oder aber unseren Deutschen Moralvorstellungen entspricht ist etwas anderes...
Schoenen Tag.
Malt (03.12.2009, 12:38 Uhr)
Warum...
....wird hier eigentlich überhaupt noch verhandelt? Das Urteil steht doch eh' schon fest... erinnert alles irgendwie an den Wilden Westen: Wir können Ihn erst hängen, wenn er ein ordentliches Gerichtsverfahren bekommen hat!
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