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9. September 2010, 15:38 Uhr

Zoll findet kiloweise Kokain in Deorollern

Die Zollbeamten am Frankfurter Flughafen staunten nicht schlecht: In fünf Koffern schmuggelte ein Nigerianer insgesamt 25 Kilo Kokain - verteilt auf 800 Deoroller. Zwei Spürhunde ließen sich vom frischen Duft aber nicht auf die falsche Fährte führen.

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Dieser feinen Nasen entgeht fast nichts: ein Drogenspürhund am Frankfurter Flughafen© Martin Öser/DDP

Versteckt in rund 800 Deorollern hat ein Mann 25 Kilo Kokain nach Frankfurt geschmuggelt. Zwei Rauschgiftspürhunde am Flughafen erschnüffelten die Droge, die der Nigerianer auf fünf Koffer verteilt hatte. Den Marktwert des hochreinen Kokains schätzte der Zoll am Donnerstag auf rund 1,25 Millionen Euro. Der 41 Jahre alte Schmuggler war bei einer Zwischenlandung im Transit geschnappt worden. Er kam aus Caracas in Venezuela und wollte nach Nigeria. Die Koffer hatte er zuvor aufgegeben.

In jedem der funktionstüchtigen Deoroller hatte er 30 Gramm des weißen Pulvers untergebracht. "Erst nach Entfernen des Rollkopfes und der Flüssigkeit war das Kokain als Kugel in Plastik eingewickelt zu erkennen", sagte eine Sprecherin des Hauptzollamts am Flughafen.

Typische Schmugglerroute

Der Schmuggler, der allein reiste, war bereits am vergangenen Samstag erwischt worden und sitzt inzwischen in Untersuchungshaft. Ihm droht angesichts der geschmuggelten Menge an Rauschgift eine langjährige Haftstrafe. Die Ermittler untersuchen auch, ob der Mann mit organisierter Kriminalität zu tun hat.

Die Route ist typisch für Kokainschmuggel. Alle Südamerikaflüge am Frankfurter Flughafen werden auf Rauschgiftschmuggel untersucht. Viele Kuriere fliegen nach Nigeria oder Spanien, wo das Rauschgift weiter verteilt wird. "Der Handel mit illegalen Drogen ist weltweit immer noch ein lukratives Geschäft", so die Zollsprecherin. 400 Kilogramm Kokain und 600 Kilo andere Drogen haben die Fahnder im vergangenen Jahr am Frankfurter Flughafen entdeckt. 55 Drogenkuriere, die ihren Körper als Rauschgiftversteck nutzten, wurden ertappt.

mre/DPA
 
 
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