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Depardieu zieht in die russische Provinz

Birken, Teiche, wilde Tiere: Neu-Russe Gérard Depardieu ist begeistert von der malerischen Landschaft. Ein Holzhaus in einem idyllischen Dörfchen bei Moskau soll sein neues Zuhause werden.

  Gérard Depardieu mit neuem Pass: Seit kurzem ist der Schauspieler Russe.

Gérard Depardieu mit neuem Pass: Seit kurzem ist der Schauspieler Russe.

Nach der Annahme der russischen Staatsbürgerschaft will sich der französische Filmstar Gérard Depardieu nun ein Haus in der Nähe von Moskau bauen. Depardieu sei von der russischen Landschaft derart angetan, dass er noch vor Aushändigung des russischen Passes durch Präsident Wladimir Putin ein Stück Land gekauft habe, sagte der Chef des russischen Filmarchivs Gosfilmofond und Depardieu-Freund, Nikolai Borodatschew, der Zeitung "Komsomolskaja Prawda" vom Freitag.

"Als er unsere Landschaft sah - Birken und einen Teich mit wilden Enten und Bisamratten, wo man angeln kann - da entschied er, sich hier niederzulassen", sagte Borodatschew. "Gérard selbst hat diesen Ort ausgewählt", sagte der Russe über das Dörfchen Belije Stolbi südlich von Moskau, wo Depardieu ein 1700 Quadratmeter großes Grundstück erworben habe. Der Schauspieler habe ihn beauftragt, "ein großes, schönes Haus" aus Holz zu bauen.

Siedlung wird von Hunden bewacht

Das Fundament stehe bereits, Depardieu werde vorübergehend in einem nebenan errichteten Gästehaus leben, sagte Borodatschew. Die Zeitung beschrieb den Ort als von hohen Zäunen umgebene und von Hunden bewachte Siedlung, die über einen eigenen Bauernhof zur Versorgung der Bürger verfügt. Der Ort grenzt an den Sitz des staatlichen russischen Filmarchivs.

Depardieu hatte der sozialistischen Regierung in Paris wegen einer neuen Reichensteuer damit gedroht, die französische Staatsbürgerschaft abzugeben. Daraufhin hatte sein Freund, der russische Präsident Wladimir Putin, ihm die russische Staatsbürgerschaft angeboten. Anfang Januar holte Depardieu sich in Russland persönlich seinen neuen Pass ab.

sas/AFP/AFP

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