Jugendliche aus NRW verunglücken mit Reisebus

17. August 2013, 12:45 Uhr

Unfall auf dem Weg zur Costa Brava: 51 Jugendliche aus Nordrhein-Westfalen sind unterwegs nach Spanien, als ihr Bus in Frankreich einem Lkw auffährt. Die beiden Fahrer kommen ums Leben.

Bei einem Auffahrunfall eines deutschen Reisebusses mit 51 jugendlichen Spanienurlaubern in Frankreich sind in der Nacht zum Samstag die beiden Fahrer ums Leben gekommen. Vier Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. Bei den Verletzten handelt es sich um zwei Begleiterinnen und zwei Jugendliche. Sie wurden nach Mâcon ins Krankenhaus gebracht worden. Nach Angaben der Behörden fuhr der Bus gegen 00.25 Uhr aus noch ungeklärter Ursache auf der A6 bei Fleurville in Zentralfrankreich auf einen Lastwagen auf.

Der Bus war mit einer Reisegruppe vom Niederrhein auf dem Weg nach Empuriabrava an der Costa Brava in Spanien. Das bestätigte am Samstag Otto Rischer, Vorstandsmitglied des Katholischen Ferienhilfswerks St. Ulrich aus Alpen. An Bord waren 51 Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren. Die 49 unversehrten Passagiere wurden zu einem Rastplatz gebracht, um dort die Nacht zu verbringen. Wie Rischer sagte, soll die Reise der Jugendlichen mit einem anderen Bus fortgesetzt werden. Das sei für sie besser, als die Fahrt abzubrechen. Die meisten Eltern seien mit dieser Entscheidung einverstanden.

Reisebus wurde im Juli überprüft

Der betroffene Reiseanbieter aus Rheinland-Pfalz zeigte sich nach dem Unglück erschüttert. "Wir können uns den Unfall nicht erklären", teilte das Unternehmen Bischoff-Touristik am Samstag in Fiersbach mit. Der Bus sei erst drei Jahre alt gewesen, entspreche dem neuen Stand der Technik und habe im Juli eine letzte Sicherheitsprüfung durchlaufen, erläuterte Inhaber Uwe Bischoff in einer Mitteilung. "Unser Bus war vorschriftsmäßig mit zwei Busfahrern besetzt." Die beiden Fahrer im Alter von 48 und 57 Jahren seien als äußerst gewissenhaft bekannt gewesen. "Einer der Fahrer ist schon über 20 Jahre in unserem Unternehmen", hieß es.

Zunächst hatte es geheißen, der Busfahrer und eine Begleiterin seien ums Leben gekommen, später korrigierte die Präfektur ihre Angaben. Zwei Passagiere seien schwer verletzt worden, sagte ein Sprecher. Der Bus kippte nach dem Unfall nicht um und fing auch kein Feuer. 50 Rettungskräfte und Feuerwehrleute waren zum Unfallort entsandt worden. Eine Ermittlung soll die Ursache klären.

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