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Satiremagazin veröffentlicht neue Mohammed-Comics

2. Januar 2013, 12:05 Uhr

"Charlie Hebdo" legt nach: Die französische Satirezeitschrift veröffentlicht ein ganzes Buch mit Zeichnungen über den Propheten Mohammed. Es soll sich von früheren Karikaturen unterscheiden.

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König der Provokation: Der Chefredakteur von "Charlie Hebdo" , Charb, präsentiert den Comicband "Das Leben Mohammeds".©

Die französische Satirezeitung "Charlie Hebdo", die mit provokanten Mohammed-Karikaturen immer wieder für Aufregung sorgte, hat ein Comic-Heft über das Leben des Propheten veröffentlicht. Der Comic-Band mit dem Titel "Das Leben Mohammeds" kam am Mittwoch in die Kioske. Das Heft ist nach Darstellung der Macher weder Karikatur noch Satire, sondern ein auf einer genauen Quellenlage basierender minutiöser Bericht. "Charlie Hebdo"-Chef Charb sagte vergangene Woche, es handle sich um eine "vom Islam autorisierte Biografie, da sie von Muslimen redigiert wurde."

Zuletzt hatte "Charlie Hebdo" im September mit der Veröffentlichung teils derber Mohammed-Karikaturen wütende Reaktionen von Muslimen provoziert, die Abbildungen des Religionsgründers ablehnen. Gedruckt wurden die Karikaturen, als es in zahlreichen muslimischen Ländern blutige Proteste gegen den in den USA produzierten Islam-kritischen Film "Die Unschuld der Muslime" gab. Aus Angst vor gewaltsamen Protesten auch gegen die "Charlie Hebdo"-Karikaturen verstärkte die Regierung in Paris Sicherheitsvorkehrungen für französische Einrichtungen in muslimischen Staaten.

"Charlie-Hebdo"-Chef steht unter Polizeischutz

Für Aufsehen hatte das Blatt schon vorher gesorgt. Im November 2011 wurden nach der Veröffentlichung einer Sonderausgabe mit dem Titel "Scharia Hebdo" und darin enthaltenen Mohammed-Karikaturen die Redaktionsräume von "Charlie Hebdo" in Brand gesteckt und die Internetseite gehackt. Gegen Charb wurden Morddrohungen ausgesprochen, er steht unter Polizeischutz.

Die Sprecherin der französischen Regierung, Najat Vallaud-Belkacem, sagte mit Blick auf den neuen Comic-Band, es müsse ein "Gleichgewicht" zwischen dem Recht auf freie Meinungsäußerung und dem Respekt der öffentlichen Ordnung geben. Es müsse auch verhindert werden, "Öl ins Feuer zu gießen", sagte sie dem Sender France 2. Das Comic-Heft von "Charlie Hebdo" wollte sie aber nicht beurteilen, da sie es nach eigenem Bekunden noch nicht gesehen hatte

lin/AFP

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