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Mehr als vier Jahre hat es gedauert. Nun hat der Europäische Gerichtshof entschieden: In Deutschland dürfen Demonstranten nicht mal eben so vorsorglich eingesperrt werden. Ein später Sieg für zwei G8-Kritiker von Heiligendamm.
Straftäter, die rechtswidrig in nachträglich angeordneter Sicherungsverwahrung saßen, haben Anspruch auf eine Entschädigung von 500 Euro monatlich.
Für Ernst H., den engsten Freund von Natascha Kampuschs Entführer, hat sich das Blatt gewendet: Noch im September führte er einen Prozess gegen die Zeitschrift "die aktuelle", die ihm angeblich unterstellt hatte, er sei Komplize des Kidnappers Wolfgang Priklopil gewesen.
Hatte Natascha Kampuschs Entführer doch Komplizen? Es gibt neue Hinweise, dass Thomas Priklopil möglicherweise nicht allein gehandelt hat. Die österreichische Polizei ermittelt gegen einen Freund des Täters.
Ausnahmezustand in St. Pölten: Josef Fritzl, der Inzestvater von Amstetten, wird im Gerichtssaal vorgeführt wie die Schlangenfrau mit zwei Köpfen auf einer Dorfkirmes aus den Zwanziger Jahren. Und draußen protestieren Aktivisten mit nackten Babypuppen gegen ein "pädophiles Österreich". Ein Lagebericht.
Josef Fritzl bekannte sich kurz nach Prozessauftakt in den Anklagepunkten Vergewaltigung, Freiheitsentziehung und Blutschande teilweise für schuldig.
Tat er es aus Scham? Als er den Gerichtssaal von St. Pölten betrat, verbarg der Inzest-Täter von Amstetten sein weltweit bekanntes Gesicht hinter einer blauen Kladde. Kurz danach gab Josef Fritzl seine Schuld in den meisten Anklagepunkten zu. Doch bei den Vorwürfen Mord und Sklaverei sagte er mit fester Stimme: "Nicht schuldig!"
Der Inzestvater von Amstetten, Josef Fritzl, wird wegen Mordes angeklagt. Laut Anklageschrift soll er eines der Babys getötet haben, dass er zusammen mit seiner Tochter gezeugt hatte. Die Tochter hatte er 24 Jahre lang eingesperrt und missbraucht. Zusammen hatten sie sieben Kinder. Der Fall wurde im April bekannt und sorgte weltweit für Entsetzen.
Rechtspopulist Jörg Haider sorgt wieder für Wirbel: Weil er eigenmächtig Asylbewerber aus seinem Bundesland abschieben ließ, prüft Österreichs Innenministerin Maria Fekter nun eine Anzeige wegen Freiheitsberaubung. Haiders Sprecher keilte zurück: Die Ministerin sei eine "Schutzmantelmadonna krimineller Ausländer".
Die "Käfighaltung" von über 1000 G8-Gegnern in Rostock hat Folgen: Ein Hamburger Student reicht jetzt die erste Klage ein, Amnesty International ermittelt, und Attac fordert einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss.
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